Julie Meynen: Platz 6 im Sprint

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An den beiden letzten Wettkampftagen der 40. Junioren-Europameisterschaften in Posen konnten die vier FLNS-Vertreter noch einmal Höhepunkte setzten.

Sowohl Julie Meynen als auch Jil Einhorn, Julien Henx und Pit Brandenburger konnten noch einmal zeigen, dass ihnen die Zukunft des luxemburgischen Schwimmsports gehört, insbesondere Meynen, die nach ihrer Bronzemedaille über 100 m Kraul im Sprint noch einen 6. Platz im Finale draufsetzen konnte.

Am Samstag waren alle vier FLNS-Vertreter im 50-m-Becken des „Termy Maltanskie“ im Einsatz. Zu Beginn des vierten Wettkampftags standen die Sprints und zu allererst die 50 m Kraul der Mädchen. Natürlich mit Julie Meynen, die über 100 m überraschend Bronze gewann und sich für den Sprint eine kleine Chance auf einen weiteren Podiumsplatz ausrechnete.

Tolle Leistung

Die erste Hürde nahm die SL-Schwimmerin meisterlich, belegte im 4. von 5 Vorläufen hinter der Slowenin Govejsek den 2. Platz und stieß als Gesamt 5. problemlos ins Halbfinale vor. Das Halbfinale über 50 m Kraul eröffnete auch das Abendprogramm, im zweiten Lauf schlug die Luxemburgerin diesmal als Dritte an, konnte aber ihren 5. Platz verteidigen und stand damit in ihrem zweiten Finale. In diesem Finale schwamm die 15-Jährige um 3/100 an ihre Bestzeit heran. Leider wurden ihre Ambitionen nicht mit einer weiteren Medaille belohnt, für Platz 3 hätte sie ihren Landesrekord um 28/100 unterbieten müssen, was auf dieser kurzen Strecke eine Menge Holz bedeutet. Zieht man des Weiteren in Betracht, dass sich Julie Meynen in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in zwei Wochen in Barcelona (ESP) befindet und dass der Druck nach dem 100-m-Bronze angestiegen war und ihr junges Alter belastete, muss man den 6. Platz im Finale als ein tolles Ergebnis sehen.

Ebenfalls am Freitag konnte Pit Brandenburger über 200 m Kraul eine persönliche Bestzeit schwimmen und sich gegenüber den Meldelisten um 13 Positionen verbessern, derweil Julien Henx im gleichen Rennen einen „Platten“ erlitt. Verständlicherweise fehlten Pit Brandenburger anschließend über 100 m Brust die Körner zu einer weiteren Verbesserung. Vom Chrono her verfehlte Jil Einhorn zwar ihre Bestzeit knapp (15/100), ebenfalls über 100 m Brust, gegenüber den Meldelisten konnte sich der Youngster im Team aber um 5 Plätze verbessern. Star in diesem Rennen war die litauische Olympiasiegerin Ruta Meilutyte. Wegen dem Einsatz von Meynen im Sprintfinale musste das luxemburgische Team indes auf die Premiere mit der gemischten Lagenstaffel verzichten.

Zum Abschluss am Sonntag traten die beiden Routiniers noch einmal in Posen an, die schon 2012 in Antwerpen bei den JEM schwammen. Sowohl Julie Meynen als auch Julien Henx blieben dabei über 50 m Delfin bzw. 50 m Freistil mehr oder weniger deutlich über ihren Bestzeiten.

Fantastisches Ergebnis

Mit einer Bronzemedaille (plus Landesrekord), einem 6. Platz, sowie zwei Halbfinalplatzierungen für Julie Meynen, zwei Halbfinalen für Julien Henx, zwei persönliche Bestzeiten von Pit Brandenburger und einer von Jil Einhorn lieferte die luxemburgische Mannschaft in Polen ein fantastisches Ergebnis ab. Als kleines Luxemburg darf man solche Ergebnisse in einer Basissportart nicht als selbstverständlich betrachten, zumal der Angriff auf die europäische Spitze erst in den letzten Jahren erfolgte und die Früchte des Einzugs von professionellen Trainern sind. Bevor Jean-François Schneiders als erster FLNS-Schwimmer 2008 in Belgrad (SRB) in ein Finale vorstoßen konnte, waren die Halb- bzw- B-Finalen der Luxemburger bei einer JEM rar. Später folgten Raphaël Stacchiotti (mit zwei EM-Titeln 2010 und 2011), Sarah Rolko und jetzt Julie Meynen. Und die SL-Schwimmerin ist erst 15 (im August 16) Jahre alt. Luxemburg ist im Schwimmsport nicht mehr Provinz.