Euro 2024Die Splitter vom Montag: Belfast 2028 wackelt, Frankreich feiert

Euro 2024 / Die Splitter vom Montag: Belfast 2028 wackelt, Frankreich feiert
Jules Kounde, Marcus Thuram und Co. freuten sich über den Wahlniederlage des Rassemblement national  Foto: AFP/Angelos Tzotzinis

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Die Splitter vom Montag: Belfast 2028 wackelt, Frankreich feiert

Nationalspieler feiern Ergebnis: Die Spieler der französischen Fußball-Nationalmannschaft haben mit Erleichterung auf das überraschende Ergebnis der Parlamentswahlen in ihrer Heimat reagiert. „Ich gratuliere allen, die angesichts der Gefahr, die über unserem schönen Land schwebte, teilgenommen haben“, schrieb Stürmer Marcus Thuram auf Instagram: „Es lebe die Vielfalt, es lebe die Republik, es lebe Frankreich. Der Kampf geht weiter.“

Am Sonntag war der rechtspopulistische Rassemblement National bei der Stichwahl zur Nationalversammlung entgegen vieler Prognosen nur drittstärkste Kraft geworden. In den vergangenen Wochen war der zunehmende Rechtsruck in Frankreich auch im EM-Quartier der Nationalmannschaft Dauerthema gewesen. Zahlreiche Spieler, darunter Kapitän Kylian Mbappé, hatten die Franzosen zum Wählen aufgefordert.

„Die Erleichterung entspricht der Sorge der letzten Wochen, sie ist riesig“, schrieb Abwehrspieler Jules Kounde auf X: „Herzlichen Glückwunsch an alle Franzosen, die sich dafür eingesetzt haben, dass dieses schöne Land nicht von der extremen Rechten regiert wird.“ Auch Aurelien Tchouameni, Profi bei Real Madrid, feierte einen „Sieg des Volkes“.

Mbappé stoppen? Wie kann Spanien im EM-Halbfinale Frankreichs Stürmer Kylian Mbappé stoppen? Außenverteidiger Marc Cucurella setzt auf vereinte Kräfte. „Fußball ist ein Kollektivsport, und es stimmt, dass es im Eins-gegen-eins schwierig ist“, sagte der 25-Jährige über das direkte Duell mit dem Superstar von Real Madrid. Am Ende liege es an der ganzen Mannschaft, Mbappé zu verteidigen, erklärte der Linksverteidiger.

Am Dienstag im Halbfinale in München (21.00 Uhr) könnte Cucurella aufgrund der Gelbsperre von Dani Carvajal aber auch als Rechtsverteidiger auflaufen – und es direkt mit dem Franzosen zu tun bekommen, der meist über diesen Flügel angreift. „Ich fühle mich auf der linken Seite wohler“, gab der Spanier, der für den FC Chelsea aufläuft, zu. Letztendlich müsse er aber versuchen, „mein Bestes zu geben.“

Cucurella hatte beim Viertelfinalsieg gegen Gastgeber Deutschland unfreiwillig eine der Hauptrollen gespielt, da ein Handspiel von ihm nicht geahndet worden war. Neben der Qualität, „dass wir gut mit dem Ball umgehen können“, sieht er Spanien als eine „sehr fleißige Mannschaft. Wir geben alles füreinander und ich denke, das ist der Schlüssel.“

Belfast als Spielort für EM 2028 fraglich: Der Spielort Nordirland für die Fußball-Europameisterschaft 2028 wackelt. Der neue britische Nordirland-Minister Hillary Benn sagte bei einem Besuch in Belfast, das für die EM vorgesehene Stadion Casement Park werde auf jeden Fall gebaut. Wegen der explodierten Kosten sei aber unsicher, ob es rechtzeitig fertiggestellt werde.

Der Casement Park in der nordirischen Hauptstadt war nach dem Zweiten Weltkrieg als Austragungsort für irische Sportarten wie Gaelic Football und Hurling gebaut worden. Das Stadion verfiel zunehmend, seit Jahren gibt es Pläne für einen Neubau. Bei der erfolgreichen Bewerbung von England, Wales, Schottland, Nordirland und Irland für die EM 2028 erhielt es den Vorzug vor Windsor Park, der Heimspielstätte der nordirischen Nationalmannschaft. Fünf Spiele sollen in Belfast stattfinden.

Der Stadionbau sei „wahrscheinlich die drängendste Angelegenheit“ auf seinem Schreibtisch, sagte Benn. Noch immer aber ist die Finanzierung nicht gesichert. „Es ist zwar ein gewisser Betrag im Topf, dieser reicht jedoch nicht aus, um die Mehrkosten zu decken“, sagte der Minister. Er könne derzeit keinen Zeitplan nennen. Ursprünglich waren rund 77 Millionen Pfund (aktuell 90,8 Millionen Euro) veranschlagt. Medienberichten zufolge ist die Summe mittlerweile auf 308 Millionen Pfund gestiegen. Bei der EM sollen Spiele in allen Teilen des Vereinigten Königreichs sowie in der irischen Hauptstadt Dublin stattfinden. (SID, dpa)