Fußball-EuropameisterschaftDie Splitter vom Mittwoch

Fußball-Europameisterschaft / Die Splitter vom Mittwoch
Julian Nagelsmann Foto: AFP/Tobias Schwarz

UEFA wirbt für Kampagne zur Herz-Lungen-Wiederbelebung: Die UEFA will am zweiten Spieltag der Fußball-EM mit verschiedenen Aktionen und Aktivitäten Aufmerksamkeit für ihre Kampagne „Get Trained, Save Lives“ (Lerne wie, rette Leben) generieren. Wie die Europäische Fußball-Union mitteilte, wird die „im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der UEFA und dem Europäischen Rat für Wiederbelebung (ERC) entstandene Kampagne“ mittels „TV-Spots sowie auf den Großbildschirmen und den LED-Werbebanden sowie in den sozialen Medien“ beworben. Überdies gibt es interaktive Angebote für Fans auf get-trained.com. In den EM-Städten soll es Stände geben, an denen Fans sich „mit Reanimationsmaßnahmen vertraut machen und eine Herzdruckmassage ausprobieren“ können, teilte die UEFA mit.

„Broodje Wout“: Siegtor macht Weghorst-Sandwich zum Hit: Spätestens mit dem Siegtreffer von Wout Weghorst im ersten EM-Spiel von Oranje ist das „Broodje Wout“ zum Verkaufsschlager an vielen Tankstellen der Niederlande geworden. Der Stürmer traf zum 2:1 (83.) gegen Polen, das nach ihm benannte Teriyaki-Sandwich mit orangefarbener Sauce erfreut sich seither noch größerer Beliebtheit. Von ungefähr kommt das nicht: Hat sich Familie Weghorst in den Niederlanden doch ein Tankstellen-Imperium aufgebaut und die Bekanntheit des Bundesliga-Stürmers für Vermarktungszwecke genutzt. So findet sich auf dem Weg zur deutschen Grenze bei Borne, dem Geburtsort von Wout, eine Tankstelle komplett in Orange. Begrüßt werden Rastende von Weghorst in Überlebensgröße, der an den Fensterscheiben prangt, und Angestellten in Oranje-Shirts mit seiner Nummer 9.

Wechselgerüchte um DFB-Elf „nicht schlimm“: Julian Nagelsmann sieht die Transfergerüchte um seine Nationalspieler bei der Heim-EM nicht als erfolgsgefährdend an. Jeder umworbene Profi in seinem Aufgebot stehe vor einer „guten Entscheidung“, sagte der Bundestrainer: Sie stünden vor der Wahl, ob sie „bei guten Klubs“ bleiben, oder „zu denen, die viel vorhaben“, wechseln sollen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass es uns ablenkt oder zu viel Unruhe bringt.“ Nagelsmann erklärte allerdings auch, dass ihn diese Themen beschäftigten. So schaue er beispielsweise die Sendung „Transfer Update“ bei Sky und „habe schon darüber nachgedacht, wie es bei anderen Turnieren war“. Außerdem wisse er noch aus seiner Zeit als Vereinscoach, dass diese Fragen Unruhe in den Klub tragen könnten. „Das eine oder andere Prozent des Kopfes“ sei bei einem betroffenen Spieler auch während der EURO mit der Zukunftsplanung beschäftigt, ergänzte Nagelsmann, „aber das ist nicht schlimm. Auch bei mir habe ich schon mal gesagt, dass es dazu gehört, die Zukunft zu regeln“. Jeder Profi habe zudem „Leute im Hintergrund, die das regeln, und sich schon vor der EM Gedanken gemacht“. (SID)