Bockel erfüllt sich Kindheitstraum

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Dirk Bockel hat am Sonntag den Challenge Roth, den prestigeträchtigsten Ironman in Europa, und das in einer großartigen Zeit (7:52:01 Stunden), gewonnen.

Nach den 3,8 km Schwimmen in 46:05 Minuten stieg der Luxemburger als Dritter aus dem Wasser, mit sieben Sekunden Rückstand auf den Leader Dylan McNeice (Neuseeland).

Doch bereits nach dem ersten Wechsel aufs Fahrrad lag Bockel schnell in Führung. Und auf den 180 Rad-Kilometern baute der ehemalige Olympia-Teilnehmer seinen Vorsprung kontinuierlich aus: Bis zum km 120 pendelte dieser zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Minuten. Doch dann legte Bockel noch mehr Zeit zwischen sich und seine Konkurrenten, die Deutschen Bracht, Bachor, Potrebitsch und den Südafrikaner Cunnama.

Die 180 km auf dem Rad, die u.a. über den berühmten Solarer Berg mit unglaublichen Menschenmassen führen, absolvierte Dirk Bockel in 4.15:05 Stunden, etwas mehr als sieben Minuten vor Bachor.

Und die Dominanz des Luxemburgers setzte sich auch auf der Marathon-Distanz weiter fort. 11.15 Minuten nach 21,5 km, 12:19 nach 31,5 km: So baute sich der Vorsprung weiter aus.

Unter 8 Stunden!

Dann lief Dirk Bockel in den Zielbereich ein, wo Tausende Zuschauer auf ihn warteten und ihm frenetisch zujubelten. Nach 7:52:01 Stunden überquerte der Luxemburger die Ziellinie. Den Marathon hatte er in 2:48:41 absolviert.

Bockel hat damit seine Ironman-Bestzeit unterboten: Diese stammt aus dem Jahr 2012 (Regensburg) und stand bei 8:11.59.

„Triathlon in Roth ist wie Tennis in Wimbledon“, hatte die Frankfurter Allgemeine SonntagsZeitung einmal geschrieben. Das nur, um die Leistung von Dirk Bockel in Relation zu setzen. In Roth wurde 1996 (durch Lothar Leder) erstmals die Acht-Stunden-Grenze unterboten. Die absolute Weltbestzeit wurde ebenfalls in Roth gelaufen: 2011 durch Andreas Raelert in 7:41:33.

Überglücklich

Bockel, der bereits im Vorfeld von einem Sieg geträumt hatte und einige Wochen im Vorfeld auf dem Kurs trainiert hat, war nach seinem Sieg überglücklich. „Ich wollte hier eine Bombe platzen lassen und das ist mir gelungen“, sagte der Luxemburger. „Als kleiner Junge habe ich mir die Helden hier in Roth im Fernsehen angesehen. Jetzt habe ich das Rennen selbst gewonnen.“

Das erste Saisonziel hat Dirk Bockel somit perfekt abgeschlossen. Jetzt geht es Richtung Höhepunkt Nummer zwei, dem Ironman auf Hawaii (12. Oktober). Am 8. September nimmt er bekanntlich auch am Triathlon in Remich teil.