Do., 29. Oktober 2020

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  1. Flick Roland /

    Achtung! Vermittlungsgebühren die nun der Vermieter in den Ländern trägt, führt dann auch zu Mieterhöhungen, diese fliessen dann eingerechnet direkt in die Miete ein, die Vermieter die dann auf eine Immobilienagentur verzichten, rechnen diese aber hinzu. Aber es gibt in der Hinsicht noch anderes was dann zur Erhöhung der Miete führt und damit sind Langzeitmieter die verlierer.

  2. Flick Roland /

    Nachtrag zu meinem vorigen geschriebenen Artikel.
    Eine Lösung könnte auch so aussehen, 2 Kategorien Kurzzeitmieten als 3 Jahresvertrag fest zu legen, Langzeitmieten 4, 5, 6 oder mehr Jahre. Bei Kurzzeitmieten zahlt der Mieter die Vermittlungsgebühr, bei Langzeitmieten der Vermieter, so ist jeder Gewinner, der Langzeitmieter muss weniger zahlen. Kurzzeitmieten sind immer mit Mehrkosten anzusehen als Langzeitmieten. Sollte eine Langzeitmiete jedoch als Kurzzeitmiete endigen, müssen die Vermittlungskosten nachträglich bezahlt werden.

    Einfaches Rechenbeispiel:
    Würde die Vermittlungsgebühr mit 30 Euro im Monat zu Buche schlagen, dann würde bei einer Langzeitmiete von 4 Jahren der Mieter 1440 Euro sparen, jedes weiter Jahr wären dies 360 Euro zusätzlich.

    Eine andere Option, wäre einen Mietspiegel festzulegen, der darauf aufbaut, wie zum Beispiel den Energiefaktor, ob diese technisch Gegebenheiten auf einem guten Stand sind, so könnte schon alleine eine Filterung stattfinden von Neubauten und Altbauten, zum Beispiel Neubau 10 Euro je Quadratmeter und beim Altbau 7 Euro. Wie dieser Katalog schlussendlich aussehen sollte, sollte in einer sachlichen Untersuchung angegangen werden.

    Die Wertsteigerung der Gebäude mit einzubeziehen, ist eine Gefahr, denn keiner kann wissen ob nicht eines Tages die Gebäudepreise purzeln, ich will dran Erinnern dass dies auch schon mal in den 70iger Jahren geschehen ist.

    Dies sollte auch berücksichtigt werden, wenn irgendwann eine Erbschaftssteuern mit ins Spiel kommen würde, wo man dann Familien prellen würde die ihr ganzes Leben dafür geschuftet haben, etwas ab zu zahlen, damit ihre Kinder es dann eines Tages besser haben.

    Jede nicht gute gesetzliche Änderung, trägt dazu bei, dass die Mittelschicht und die es fast in aus der Unterschicht, wenn man dies so sagen darf in die Mittelschicht geschafft haben die Verlierer sind.

    Nun bleibt noch dieses, warum wird alles so teuer, als erstes der Baugrund wird überteuert verkauft, hier sollte auch ein Model aufgebaut werden, wo fest gelegt wird was der Grundpreis von einem Quadratmeter sein sollte, dies könnte man angehen, in dem man einen Wert nimmt aus einem Jahr X und die Indexierung. Wird mehr am Markt geboten als dieser Richtwert, würden Steuern für den Mehrwert zum Beispiel je 10000 Euro anfallen, möglich wäre es auch dies noch zusätzlich an die Grundsteuer zu koppeln und Abschreibungen sollten auch nicht möglich sein. Abschreibungen sollten nur möglich sein für das real Gebaute, die Gebäude ohne dass der Preis des Baugrund mit einfliesst.

    Nehme an dass viele über solch einen Artikel nicht froh sind, jedoch soll es mal ein Anreiz sein, ganz anders vorzugehen und halt real etwas ganz neues auf den Weg zu bringen, als immer nur am alten Verbesserungen zu machen.

  3. P.Dauer /

    Eine schonungslose Analyse die zeigt, dass es hier für die unteren Lohngruppen kaum einen Weg aus der Armut gibt. Wer mehr als 50% seines Einkommens für’s Wohnen ausgeben muss, dem bleibt nicht mehr viel zum Leben und für Rücklagen bleibt sowieso nichts übrig. Der Mieter ist hier das, was früher der unfreie Bauer war. Der musste das Land anderer Leute beackern und hat dafür soviel Pacht zahlen müssen, dass er niemals selbst in die Lage kam eigenes Land zu besitzen. Die Ausbeutung von teilen der Bevölkerung wird hier noch dadurch verstärkt, dass die Politik kein Interesse hat, etwas daran zu ändern. Die Machverhältnisse im Land sprechen Bände.

  4. Flick Roland /

    Zu dem ganzen schon geschriebenen, möchte ich hinzufügen. Verteuerungen entstehen auch deswegen, da die Bauunternehmer, genau wissen, was an Subsidien gezahlt wird. Diese fliessen sofort mit in den Baupreis ein. Wären die höhen der Subsidien nicht bekannt, müssten die Bauunternehmer den Kostenvoranschlag ohne diese Wissen erstellen.

    Dies würde bedeuten, dass wenn man jetzt einen Kostenvoranschlag bei drei verschieden Bauunternehmen anfragt, der reelle Preis des Baus ersichtlich ist. Dann erst sollte der Bauträger das ganze einreichen und erfahren was er vom Staat als Hilfe bekommt.

    Dies könnte sogar so aufgebaut werden, dass der bessere und billigere Kostenvoranschlag besser wegkommen würde als der teuerste Kostenvoranschlag.

    Die Bauunternehmen wären rausgefordert sich mehr Gedanken zumachen um besser Preise anzubieten. Dies gilt aber nicht nur für Bauunternehmer, sondern für alle Firmen die mit dem Bau zu tun haben, wie zum Beispiel Heizungsbauer, Schreinerei en (Fenster), usw.

    Es sollten Kataloge erstellt werden, mit dehnbaren Rückzahlungen durch Subsidien, wo keiner sich ausrechnen kann, was er eigentlich zurückerstattet bekommt, sogar bis zu keiner Rückerstattung, denn solch ein Ungewissen wird Preise drücken.

    Die Rückerstattung sollte auch so sein, dass der Bauträger das Geld auf sein Konto zurück überwiesen bekommt und nicht bei den jeweiligen Firmen landet.

    Und dies auch im Sinne von Rifkin, die Erneuerung von Strukturen.

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