Fr., 27. November 2020

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  1. luc jung /

    Bei Vermögenssteuer oder Quellensteuer wird man sein Geld im Ausland anlegen.

  2. raymond /

    „Deshalb stellte die CSV die 1934 eingeführte Vermögenssteuer als unerwünschtes Relikt der Nazibesatzer dar und dekretierte sie als überholt.“

    Um die Bauern zu schonen wurde die Nazibesatzer-Grundsteuer von der CSV aber beibehalten.

  3. DanV /

    Ich finde nicht, dass es den Steuerbeamten etwas angeht, welche Armbanduhr ich trage oder wieviel Wein ich im Keller habe. Und wie weit geht das? Wird der Staat dann auch irgendwann wissen wollen, ob ich Victory Secret oder banale Baumwollunterwäsche im Schrank habe?

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Vermögenssteuer, aber Wein, Gemälde sind Güter, die zur Intimsphäre gehören und den Staat nichts angehen, ausser es gehört zu meinem Beruf.

    Ausserdem: dann sind die Steuern beim Staat, was noch lange nicht heißt, dass sie in den Taschen der Armen landen. Wieviele Marmorpaläste wurden schon mit unseren Steuergeldern gebaut?

    Und – sehr wichtig – wie fühlen sich mittellosere Menschen, wenn sie dauernd Almosen anfragen müssen? Für viele ist es demütigend. Ausserdem macht es Angst.

    Fairer wäre es, grundsätzlich Mindestlohn bis zum qualifizierten Mindestlohn inklusive nicht zu besteuern, und – wieso nicht, Sozialabgaben wie Kranken- und Pensionskasse in diesen Fällen über die eingenommenen Steuern zu zahlen, statt sie vom Lohn abzuziehen.

    Und – diese unsäglichen 33% Steuern auf der zweiten Steuerkarte sollten für niedrige Einkommen abgeschafft werden. Sie treffen hauptsächlich Arbeiter, die sich einen zweiten Arbeitgeber suchen, weil sie sich was aufbauen wollen. Viele wissen nicht mal, dass sie das Geld möglicherweise zurückgezahlt bekommen würden, wenn sie einen Décompte oder eine Steuererklärung einreichen oder sie scheuen sich davor, solche Dokumente auszufüllen.

    Und, und, und … es gibt viele Möglichkeiten, die kein Schlangestehen beim Office social nötig machen (oder jahrelanges Warten auf den Fond du Logement).

  4. trotinette josy /

    Richtig, Steuergerechtigkeit ist kein Geschäft , sondern eine Solidaritätsbekundung und ein Garant für sozialen Frieden. Dieser Satz sagt alles aus und kann zutreffender nicht sein. Doch in Sachen Solidarität happert’s hierzulande gewaltig. Und diese egoistische Einstellung führt unweigerlich, früher oder später, ins Verderben. Aber was soll’s? Nach uns die Sintflut! Wenn’s mir schlecht geht, soll’s dem Nachbarn nicht besser gehen.

  5. Jemp /

    Wetten, dass man nach dieser „Steuerdiskussion“ die Mittelklasse äußerst hart besteuern wird. Reichtum beginnt ja laut vielen Politikern bei 60000€ Einkommen pro Jahr. Das ist auch das einzige, das etwas bringt, denn die Superreichen zahlen nichts, und die Armen können nichts zahlen. Am Ende sind alle arm, außer den Superreichen, und die haben inzwischen gepackt und sind verschwunden. Übrigens hat Frieden diesmal teilweise recht, denn z.B. Gold kann man sehr einfach verstecken. Nach dem Ende der Sowjetunion tauchten auch plötzlich Unmengen von Gold aus den Gärten oder Toiletten in den Ostblockländern auf, und plötzlich gab es Oligarchen.

  6. frolick /

    Wow, wir hatten jahrelang einen Finanzminister der nicht mal den Preis eines Autos rausfinden kann.

  7. frolick /

    @DanV

    „Ich finde nicht, dass es den Steuerbeamten etwas angeht, welche Armbanduhr ich trage oder wieviel Wein ich im Keller habe.“

    Ihre Uhr und Ihr Wein sind dem Beamten egal.
    Wo Sie das Geld für die Uhr und den Wein her haben und ob Sie es versteuert haben ist das Einzige was die interessiert.
    Außer sie setzen den Wein und die Uhr auch noch von der Steuer ab. 😁

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