Do., 25. Februar 2021

Premium /  


  1. Clemi /

    es ist mal wieder zeit für ein paar feststellungen: als der „bodycount“ nach der 1.welle am 26.mai bei 110 stehen blieb, waren seit dem ersten todesfall 10 wochen und 4 tage vergangen. für die letzten 110 toten brauchte luxemburg 3 wochen.
    die zahl der hospitalisierungen liegt jetzt seit 1 woche über dem höchststand der 1.welle. die zahl der patienten auf intensiv liegt jetzt seit fast 3 wochen über dem höchststand der 1.welle. und wegen der verzögerung neuinfektion-schwerer verlauf wird das was diese 3 zahlen/indikatoren angeht leider wohl auch noch eine zeitlang so bleiben.
    stand heute sind laut der grafiken auf covid19.lu ca 1500 der aktuell infizierten über 65 jahre alt. das ist die gruppe wo laut p.lenert ca. 15% riskieren über kurz oder lang ins krankenhaus zu müssen. das sind in absoluten zahlen ganz einfach zuviele.
    zu der wissenschaftler-aussage heute in einem radio-interview vor/für die jahresendfeierlichkeiten sollten wir wenigstens auf 200 neuinfektionen/tag runter, folgende betrachtungen (immer bezogen auf den 7-tage-schnitt der neuinfektionen): vor der „2.welle“ im juli lag dieser schnitt quasi bei 0, um sich danach und vor der „3.welle“ im september bei 30-40/tag zu stabilisieren. nach dieser „3.welle“ konnte von stabilisieren nur noch bedingt die rede sein, und wenn dann bei 60-80 … und dann kam der oktober … wenn wir jetzt also eine stabilisierung bei 200 für ein anstrebenswertes ziel halten, immer gepaart mit der scheinbar unumstösslichen gewissheit dass es „nach den jahresendfeiertagen wieder anziehen wird“, weiss ich wirklich nicht ob ich das ernst nehmen kann.
    um es mal salopp zu sagen: 2020 ist eh im eimer, und wenn am 25.12. aus sanitären gründen ausgangssperre, lockdown, allgemeine maskenpflicht, …. oder was auch immer herrschen müssen, dann ist das so. lockerungen in aussicht stellen, um das jahresende feiern zu können, und im gleichen satz immer schon hinterherzuschieben „danach ziehen die zahlen wieder an“, ist wissentlich und sehenden auges in eine neue welle rennen. so wie das schon mit der ominösen „2.welle“ für den herbst war: den ganzen sommer in ganz europa davor gewarnt, und als die welle kam stand ganz europa mit dem finger im mund da. salopp auf luxemburgisch „wéi den ochs virum bierg“. muss sich das noch einmal wiederholen?

  2. HTK /

    Es findet eine „Verjüngung“ unserer Gesellschaft statt.Wir haben es nicht fertiggebracht die Risikogruppen zu schützen weil wir Feiern und Parties obenanstellen. Drei Regeln konnten wir nicht einhalten noch nicht einmal über einige Wochen.Der Impfstoff ist auf dem Weg und schon gröhlen die Impfgegner Zeter und Mordio. Wir machen immer denselben Fehler:Wir halten uns für etwas Besonderes und können auf nichts verzichten. Wer die Natur beherrschen will muss erst lernen ihr zu gehorchen

Kommentieren Sie den Artikel

Meistgelesen