UN sollen Ermittler vor Ort schützen

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Die Niederlande wollen sich für eine internationale Polizeitruppe an der Absturzstelle des Fluges MH17 in der Ostukraine einsetzen, um die internationalen Ermittler zu schützen.

Wenige Stunden nach der Rückführung der sterblichen Überreste der Opfer der Flugzeugkatastrophe in der Ostukraine hat die niederländische Regierung internationalen Schutz der Untersuchungsarbeiten vor Ort gefordert. Nach der Repatriierung der Opfer ginge es nun um „Klarheit über die Ursache und die Verfolgung und Bestrafung der Täter“, erklärte die Regierung am Donnerstag in Den Haag.

Außenminister Frans Timmermans traf am Donnerstag mit seiner australischen Kollegin Julie Bishop in Kiew ein, um das weitere internationale Vorgehen zu beraten. Die Niederlande und Australien bereiten nach Berichten niederländischer Medien eine entsprechende Resolution für den UN-Sicherheitsrat vor, um den Einsatz einer bewaffneten Einheit in dem Katastrophengebiet zu ermöglichen.

Sicherheit der Ermittler nicht gewährleistet

Der niederländische Sicherheitsrat, der die internationale Untersuchung der Absturzursache leitet, forderte einen ungehinderten Zugang zur Absturzstelle. Ermittler könnten auch eine Woche nach dem mutmaßlichen Abschuss der Boeing der Malaysia Airlines noch immer nicht zu der Stelle, da ihre Sicherheit nicht gewährleistet sei.

Bei dem Absturz waren 298 Menschen getötet worden, darunter 193 aus den Niederlanden und 27 aus Australien. Auch eine in Luxemburg lebende Familie ist unter den Todesopfern. Am Donnerstag sollten weitere 74 Särge in Eindhoven eintreffen. Am Vortag waren die ersten 40 Opfer in den Niederlanden angekommen. Dort sollen sie identifiziert werden.