Frankreichs ehemaliger Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hat am Sonntag in Frangy-en-Bresse (Saône-et-Loire), erklärt, dass er François Hollande nicht beim Wahlkampf in 2017 unterstützen könne. Die Bilanz seiner Amtszeit sei nicht vertretbar.
Da Montebourg der Meinung ist, dass Millionen Franzosen ähnlich über François Hollande denken wie er wolle er als Kandidat für das Präsidentenamt antreten. François Hollande rief er dazu auf, gut darüber nachzudenken ob er überhaupt antreten solle.
Auf Twitter schrieb er:
Je suis candidat à l’élection présidentielle de 2017 #Frangy pic.twitter.com/YwmhaxNU4l
— Arnaud Montebourg (@montebourg) August 21, 2016
Offen ließ Arnaud Montebourg, ob er sich der Vorwahl stellt, mit der die sozialistische Regierungspartei ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im April und Mai 2017 küren will. Der von schlechten Umfragewerten geplagte Hollande will erst Ende des Jahres entscheiden, ob er sich erneut bewirbt.
Montebourg zählt zum linken Flügel der Parti Socialiste. Hollande hatte ihn 2012 zum Industrieminister gemacht, zwei Jahre später flog Montebourg nach offener Kritik an der Sparpolitik aus der Regierung. Auch der damals ebenfalls im Streit ausgeschiedene Benoît Hamon hat bereits seine Bewerbung für die Präsidentschaftswahl angekündigt.
Parteichef Jean-Christophe Cambadélis hält Hollandes Kandidatur für wahrscheinlich: „Ich glaube, dass er sich auf alle Eventualitäten vorbereitet, aber dass die Waage sich in Richtung einer Kandidatur senkt“, sagte er der Zeitung „Le Journal du Dimanche“. „Er muss denken, dass man ihn ein bisschen zu schnell beerdigt hat.“
De Maart

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