Terrorverdächtiger wurde offenbar von V-Mann angestiftet

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Der vergangene Woche in Neunkirchen festgenommene Terrorverdächtige ist laut Saarländischem Rundfunk (SR) offenbar von einem V-Mann der Polizei zu seinen Taten angestiftet worden.

Wie der Sender am Donnerstag berichtete, habe der 18-jährige nach Darstellung seines Anwalts seine Drohvideos auf Drängen einer Person aufgenommen, die laut Ermittlungsakten ein V-Mann der Polizei sei. Damit habe dieser seine Grenzen eindeutig überschritten, zitierte der Sender den Anwalt. Dem SR zufolge wollte das Landeskriminalamt keine Stellungnahme dazu abgeben. Am Donnerstagabend war die Behörde auf dapd-Anfrage nicht mehr zu erreichen.

Der Anwalt kündigte nach Angaben des Senders an, in den kommenden Tagen Haftbeschwerde einzulegen. Sein Mandant habe eingeräumt, für die Anschlagsdrohungen per Videobotschaft verantwortlich zu sein. Es bestehe also keine Verdunklungsgefahr, sagte der Rechtsbeistand.
Siehe auch:
Terrorverdächtiger im Saarland festgenommen

Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hatte den jungen Mann aus Kamerun am vergangenen Freitag nach monatelanger Observation in Neunkirchen festgenommen. Zuvor hatte er in drei auf der Internetplattform Youtube eingestellten Videoclips mit Bombenanschlägen gedroht, falls der inhaftierte islamistische Terrorist Daniel Schneider, ein Mitglied der „Sauerland-Gruppe“, nicht freigelassen werde. Die Behörden gehen von einem Einzeltäter ohne Kontakte zu islamistischen Terrorgruppen aus. Er sitzt zurzeit in Untersuchungshaft.

dapd