Do., 2. Dezember 2021



  1. Robert Hottua /

    Eine wissenschaftlich unumstößliche historische Wahrheit ist die Tatsache, daß die Generation meiner Eltern (ich bin Jahrgang 1954) von der luxemburgischen klerikalfaschistischen Nazipropaganda terrorisiert und radikalisiert wurde. Diese traumatisierende Gewalterfahrung sitzt in der lux. DNA (>Epigenetik). Wegen der Tabuisierung dieser kollektiven schambesetzten Erfahrungen werden die pathogenen kollektiven Konsequenzen noch intensiver. Eine tabuisierte Vergangenheit ist der Garant für eine ungebrochene Kontinuität.
    MfG
    Robert Hottua

  2. Grober J-P. /

    „pathogenen kollektiven Konsequenzen noch intensiver.“ Wie denn das? Meine Eltern und deren Familien waren auch nicht gerade verschont, haben aber ohne Scham von ihren Erfahrungen erzählt, z.B. vom Arbeitsdienst, der Zwangsrekrutierung, der Umsiedlung, dem KZ, an der Front in Russland, danach Gefangenschaft in Tambow, den Fluchthelfern und Verstecken der „Deserteuren“.
    Vielleicht kann ich den Psycho -Spitzfindigkeiten nicht so folgen wie einige Meister der Psyche, also bitte noch einmal in verständlichen Worten. Meine Ausbildung hat leider nicht bis zum Dr. Phil oder wie auch immer gereicht.
    Was sagt unser lieber Jean denn zum 2. Weltkrieg? Wie immer, es gibt verschiedene Ansichten!?

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