Mo., 28. Septembre 2020

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  1. Peter /

    @ Martin Bisenius. Wissen Sie was unsere deutschen Nachbarn nervt? Das sie hier einerseits gern gesehen sind als gut ausgebildete Handwerker, Ärzte, Ingenieure, Pfleger usw. sie aber bei jeder Gelegenheit abfällig als Preußen oder gar Nazis beschimpft werden. Ich bin mir sicher, dass Sie das nicht tun, aber auch Sie tragen dazu bei, dass die schwelende Glut der „Ressentiments gegenüber dem deutschen Nachbarn“ nie erlöscht. Die Grenzschließung mag aus heutiger Sicht unverhältnismäßig gewesen sein, aber das lässt sich sachlich diskutieren ohne gleich wieder in die Opferrolle, eines willkürlich um sich schlagenden Nachbarn, zu fallen. Solange wir in einem europäischen Haus mit nationalen Grenzen leben, sind die jeweiligen Innenminister zuerst dem Schutz ihrer Bürger verpflichtet. Und seien Sie Gewiss, wenn hier die Abhängigkeit von Grenzgängern im Gesundheitswesen nicht so hoch wäre, hätte Luxemburg im März auch Grenzkontrollen eingeführt. Also lassen Sie uns nach vorne schauen, der Blick immer nur nach hinten führt uns nicht weiter. MfG

  2. J.Scholer /

    Bis auf einen Punkt stimme ich diesem Artikel zu. Die vorbildliche NS Aufarbeitung gab es bis vor Jahren nicht. Erst wo die Täter fast alle tot oder im hohen Alter sind , werden Schauprozesse veranstaltet ,das Gewissen zu beruhigen. Nach dem Krieg wurden zögerlich einige Prozesse veranstaltet, doch die meisten NS Täter blieben in ihren Ämtern, bestimmten Politik, Wirtschaft , Kultur mit. Auch der Kalte Krieg ist keine Entschuldigung dieser Entwicklung, geschweige das Thema NS Verbrechen, Vergangenheit in den Schulen nur Nebenthema war. Natürlich fast keine Familie blieb von der NS Vergangenheit verschont, alle waren Teil dieser Vernichtungsmaschine, ohne diese kleine Rädchen das System auch nicht funktioniert hätte.,trugen Mitschuld.Die 68 Generation lehnte sich gegen diesen Verdrängungs-Mief auf , doch verhallte nach kurzer Zeit.

  3. Peter /

    @ Scholer Besser eine späte Aufarbeitung als, wie hier üblich, alles unter den Teppich zu kehren. Dabei ist der Nazi-Virus vergleichbar mit dem Corona-Virus, einmal Betroffene sind immun. Und ohne die politische Lage beim deutschen Nachbarn klein zu reden, aber was dort in der rechten Ecke steht, gilt in den meisten europäischen Ländern als moderate bürgerliche Mitte. Ich kann Ihnen also versichern, die Herdenimmunisierung war dort ein voller Erfolg und das Schreckgespenst existiert nur noch in Ihrem Kopf.

  4. J.Scholer /

    @Peter:Nun wollen wir mal die Augen nicht vor der Realität verschliessen, denn noch immer ist der Schoß in deutschen Gefilden fruchtbar . Wird die Zeitgeschichte sich auch nicht exakt wiederholen, so doch ist die Herdenimmunität gegenüber der „Er ist wieder da Ansteckungsgefahr “ nicht gewährleistet . Würde ich dieses Völkchen nicht so gut kennen , auch bedingt meiner familiären Wurzeln und Kenntnisse des noch immer in den Genen haftenden Infektionsherdes mit Viren der Gattung Nationalismus , ich könnte Ihnen Glauben schenken. Wie das Virus mutiert, mutieren auch manche Ideologien . Ich verfolge sehr genau die Entwicklung von QAnon in Deutschland, analysiere die Kommentare , die Zahl der deutschen Follower, so ist Ihre gepriesene Herdenimmunität hin, die Ansteckung mit Infizierten steigend, addiere ich nun noch die etablierte rechte Szene dazu , die Pandemie nicht mehr in weiter Ferne.

  5. Peter /

    @ Scholer, Sowohl Virus als Samen kennen keine Grenzen und der Schoss ist hier wie dort fruchtbar. Nur, dass den Kindern in Deutschland früh Ursache und Wirkung vermittelt wird, während in Luxemburg noch der Glaube an eine unbefleckte Empfängnis sehr verbreitet ist.

  6. Miette /

    Es wäre so langsam an der Zeit, in der Neuzeit zu landen. Grenzen haben in Europa nichts mehr zu suchen, von keinem EU Land aus.
    Was früher war hat mit dem Heute nichts mehr zu tun!

  7. Dingo /

    @Pete
    Zwischen Vermitteln und dem Fruchten des Vermittelten dürfte noch ein kleiner Unterschied herrschen. Vieles was im Kindesalter vermittelt wurde kam im Erwachsenenalter abhanden.

  8. Tobago /

    @J.Scholer

    „Bis auf einen Punkt stimme ich diesem Artikel zu. Die vorbildliche NS Aufarbeitung gab es bis vor Jahren nicht.“

    Also genau wie hier, bei den Franzosen, den Belgiern, den Holländern, …

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