Sturm im Wasserglas

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Gestern war Pfingstdienstag, der Tag, an dem traditionell die Springprozession in Echternach über die Bühne geht. Und wie jedes Jahr war sie ein großer Erfolg. Und dennoch sorgte sie wieder für Diskussionen. Der Ex-Bürgermeister der Abteistadt, Jos Scheuer (LSAP), hat nämlich eine Petition eingereicht, in der er sich für den Erhalt der Tradition „Springprozession“ und des dazugehörigen freien Tages einsetzt. Erzbischof Jean-Claude Hollerich nannte die Abschaffung des schulfreien Pfingstdienstags gar eine „Sauerei“.

Die Kritik der beiden Männer ist aber nicht nachvollziehbar. Die Regierung hat immer beteuert, dass sie die Tradition der Springprozession nicht abschaffen will. Zudem wird den jungen Menschen, wie bei der Muttergottesoktav, eine Teilnahme an der Tradition ermöglicht – durch eine simple Entschuldigung.

Die Lehrer verstehen die Aufregung auch nicht. Zu Recht. Es ist nämlich äußerst unwahrscheinlich, dass sie an einem Tag, wo das Risiko besteht, dass die Klasse nicht komplett ist, einen Test ansetzen oder wichtigen Lehrstoff behandeln. Zudem fällt die Springprozession quasi immer in die Schulferien. Es kommt nur alle fünf Jahr vor, dass sie es nicht tut. So ist der erneute Streit um den schulfreien Dienstag absolut unnötig. Denn seien wir mal ehrlich: Viele sahen bisher den freien Pfingstdienstag lediglich als willkommene Pause im Schul- oder Arbeitsbetrieb an. Nach Echternach pilgerten nur wenige. Anstatt sich über freie Tage aufzuregen, sollten die Veranstalter ihre Anstrengungen verstärken, mehr Leute für eine Teilnahme an ihrem Event zu motivieren.

roger wohlfart
2. Juni 2018 - 10.36

Die Echternacher Springprozession gehört nun einmal zu den Weltkulturerben und hat eine lange Tradition. Muss sie denn unbedingt immer an einem Dienstag abgehalten werden? Einfach wäre es, sie auf einen Sonntag zu verlegen, z.B. auf den ersten Sonntag im Juni. Somit wäre dieses leidige Problem, im Sinne aller, definitiv gelöst. Aber diese Lösung ist wahrscheinlich zu naheliegend.

Carl Hebichon
24. Mai 2018 - 6.39

Gudd!

Jang
23. Mai 2018 - 18.38

Esou eng Ausso vun dem Herr Bëschof do,ass skandaleis,
Diplomatie ass gleich null,typesch schwaarz.

Pierre Ravarin
23. Mai 2018 - 6.56

Dann sollen sie doch den Folkloretag für "Gläubige" auf sonntags verlegen! Wen juck das?

CESHA
23. Mai 2018 - 6.52

Der Titel des Artikels bringt es auf den Punkt: "Much ado about nothing" wie Herr Shakespeare es formulieren würde