Mi., 3. Juni 2020

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  1. Jean Bodry /

    Ee Mënsch den Defiziter beim liesen an schreiwen huet, ass ee Mënsch! Als Legislathiker schreiwen schreiwen ech all Dag et puer Artikelen fir mäi Blogg, schreiwe Bicher, Gedichter, asw. Mat de Hëllef vum Spellchecker lu. ass dat Haut méiglech. Keen Mënsch dee Problemer huet mam liesen an mam schreiwen brauch sech net ze schummen.
    Dës Mënschen si ganz oft ganz Kreativ. Analyséieren ganz schnell Problemer an hirem Ëmfeld. Si sinn Intelligent an hunn een Intellekt, wat vill leit déi liesen an Feeler fräi schreiwen kënnen net hunn. Den Illettrismus, wat ee komplizéiert Wuert fir Illettristen.
    Madamm trotzdeem een schéine Sonndeg.

  2. L.Marx /

    “Die Digitalisierung macht das Leben von funktionalen Analphabeten nicht einfacher: ” Naja. Manchmal macht sie es auch einfacher Immerhin kann man heute mit Emojis ganze Diskussionen führen. An einzelnen Bankautomaten kann man sogar ohne Lesekenntnisse Geld aufheben. Einfach den gewünschten Geldschein (20, 50 EUR) auswählen und solange auf das +Zeichen tippen bis der angezeigte Geldstapel einem gross genug erscheint …

    Wenn man sich mit einer Lese- und/oder Schreibschwäche unentdeckt durch das Bildungssystem quälen kann, spricht das allerdings auch nicht gerade für dieses System.

  3. hans joss /

    Dem Luxemburger Bildungssystem kann nicht alleine die Schuld dafür gegeben werden, dass sich so mancher Analphabet unentdeckt durch die Schuljahre quält
    Sicher spielen mehrere Faktoren mit. Das Bildungssystem kann mehr machen, damit die Zahl Betroffener zurückgeht. Österreich, Deutschland und die Schweiz haben ähnliche Probleme mit Illettrismus: in den drei Ländern werden Betroffene nicht während 9 Jahren gefördert und gestützt. Ausnahme: Finnland, mit einem selektionsfreien System und 5-7% Betroffene bei Schulende. Schweiz: 15-20% Betroffene bei Schulende, seit Jahrzehnten stabil. Das finnische Schulsystem gibt Hinweise, wie die Zahl reduziert werden kann.

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