In der Gemeinde Kayl-TetingenWandern ohne Hindernisse

In der Gemeinde Kayl-Tetingen / Wandern ohne Hindernisse
Ein Spazierweg für jedermann Foto: Lucien Montebrusco

Jetzt weiterlesen! !

Für 0,59 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Sie sind bereits Kunde?

Die Gemeinde Kayl-Tetingen ist um einen Wanderweg reicher geworden: „De Liichte Wee, ee Wee fir all Mënsch“. Das Besondere an diesem rund zwei Kilometer langen Parcours geht schon aus der Bezeichnung hervor.  

Jedermann und insbesondere Personen mit eingeschränkter Mobilität sollen den Spaziergang durch den Park Ouerbett genießen können. Ausgewiesen wird die Strecke durch eine stilisierte hellblaue Feder vor weißem Hintergrund. Los geht es am Parkplatz des Kulturzentrums „Schungfabrik“ in Tetingen. In Kayl macht der Weg einen Schlenker an den vor kurzem errichteten Fitnessgeräten, Liegematten und Liegestühlen vorbei und führt dann zurück zum Startpunkt. 

Die Idee zu diesem besonderen Wanderweg geht auf das lokale Syndikat für Tourismus zurück. Realisiert wurde das Projekt von der Gemeinde Kayl. In wenigen Tagen soll der „Liichte Wee“ offiziell eingeweiht werden.

An Wanderwegen fehlte es der Ortschaft bisher nicht. Da ist der Rundwanderweg („Circuit auto-pédestre“) Kayl, der am Nationalen Bergarbeiterdenkmal „Léiffrächen“ startet und knapp sechs Kilometer durch die umliegenden Wälder führt. Der zehn Kilometer lange „Kierchewee“ oder die Kayl-Tour (der Start ist auf „Widdem“) und der „Schungfabrik“-Weg oder „Téitenger Wee“ (7,9 km, Start „Schungfabrik“) führen durch Stätte der industriellen Vergangenheit der Ortschaft.

Wer mehr über die Geschichte des Bergbaus in der Region wissen möchte, insbesondere zum Übertagebau, kann den vor kurzem eröffneten „Minettswee“ durchwandern. Entlang der Strecke, die an der „Schungfabrik“ beginnt, informieren Schautafeln unter anderem über Abbautechniken und über die Betriebe, die Arbeiter und Unternehmen das notwendige Arbeitsmaterial lieferten. Dazu zählten die Gießereien Buggy-Hersteller Friser und Massard, die Arbeiterschuhfabrik der Familie Hubert und der Karbidlampen-Produzent Pierre Schiltz. 

Lizenzierte Wanderer können seit kurzem auch Kilometer auf dem rezent eingeweihten „Permanenten Wanderweg“ PW25 über 6 bzw. 10 Kilometer sammeln. Startpunkt ist auch hier das Kulturzentrum „Schungfabrik“. (lmo)