Luxemburg-StadtVerschwunden und verstorben: Gemeinde prüft, was sie beim Finden toter Haustiere tun kann

Luxemburg-Stadt / Verschwunden und verstorben: Gemeinde prüft, was sie beim Finden toter Haustiere tun kann
Wenn Hund, Katze und Co. im Tierasyl in Gasperich abgegeben werden, kann dieses in der Regel den Identifikationschip der Vierbeiner auslesen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolan

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Viele sehen Haustiere als Teil der Familie und umso schlimmer ist es, wenn Vierbeiner nicht mehr nach Hause zurückkehren. Die Gemeinde Luxemburg prüft nun, wie ihre Dienste vorgehen können, wenn sie verstorbene Tiere finden.

Wenn ein Hund, eine Katze oder ein anderes Haustier verschwinden und länger nicht mehr auftauchen, bedeutet das für Frauchen oder Herrchen oft eines: Ungewissheit. Ist das in Luxemburg-Stadt der Fall, werden die Vierbeiner oft im Gaspericher Tierheim abgegeben, wo das Team vor Ort den Identifikationschip unter ihrer Haut auslesen – und hoffentlich die Besitzerin oder den Besitzer kontaktieren kann. Muss die Dienststelle für Hygiene der Gemeinde Luxemburg allerdings tote Tiere entsorgen, werden die Chipdaten in der Regel nicht ausgelesen.

Das schon alleine, weil die Gemeinde nicht über die entsprechenden Geräte verfügt. Der Grund dafür ist allerdings nicht der Preis von etwa 50 Euro pro Chiplesemaschine, wie Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) in der Gemeinderatssitzung am Freitag als Antwort auf einen Antrag von der hauptstädtischen Sektion der „Piraten“ wissen ließ. Den Preis ist die Gemeinde laut Lydie Polfer (DP) „ganz bereit“ zu zahlen. Vielmehr bringt die Anschaffung eines solches Lesegerät indirekt Fragen mit sich: „Bisher konnten wir nicht klären, was wir in sanitärer Hinsicht in so einer Situation machen können und auch dürfen.“ 

Heißt konkret: Wenn der Hygienedienst einen toten Hund oder eine Katze findet, „kann eine Person das Tier dann mit nach Hause nehmen oder nur kommen und es sich ansehen – bevor es eben entsorgt wird, wie das Gesetz das vorsieht?“, erklärte Lydie Polfer die Fragen, die sich dann stellen. Auch muss die Gemeinde ihr zufolge klären, was in dem Zeitraum zwischen dem Finden eines toten Haustieres und dem Besuch von Frauchen oder Herrchen passiert. Die Bürgermeisterin versprach, dass in kommender Zeit Antworten auf diese Fragen gefunden werden sollen. Denn: „Wenn etwas passiert ist, wollen die Leute Klarheit. Auch wenn es eine traurige Klarheit ist.“ 


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