Do., 19. Mai 2022



  1. Jacques Zeyen ( Ardèche ) /

    Wenn Christen,vor allem Katholiken,ihren Glauben und ihre Kultur offen leben,dann ist Vorsicht geboten.
    Siehe Geschichte. Erstaunlich jedenfalls dieses starre Festhalten an alten Gewohnheiten, zumal wenn
    es um sehr viel Geld geht. Geld das meist durch eine Art freiwilligem Ablasshandel angehäuft wurde von
    armen Teufeln die sich einen Platz im Himmel erkaufen wollten. Und dass die Allgemeinheit,die eben nicht
    nur aus Christen besteht,für den gelebten Glauben eines Herrn Linden&Co aufkommen soll,steht auch in
    Gesetzestexten welche „überholt“ sind. Die Vorzüge und Machenschaften von denen die Kirche seit Jahrhunderten
    gut lebt sind bekannt. Konstantin lässt grüssen.

  2. Carl Hobichen /

    Eine Bemerkung am Rande der Diskussion: Wie sind die Kirchenfabriken zu den ganzen Besitztümern gekommen? Grösstenteils durch Schenkungen gläubiger Anhänger, denen im Gegenzug eine Besserstellung im Jenseits (Ablass, Reduzierung der Dauer des Fegefeuers, ein Platz in der ersten Reihe beim Thron Gottes,…) in Aussicht gestellt wurde. In allen Fällen wo die Kirchenfabriken nachweisen können, dass sie diese Besserstellung effektiv geliefert haben, sollen sie die entsprechenden Besitztümer auch behalten können, im anderen Fall natürlich nicht, denn das wäre ja Betrug oder Erbschleicherei.

  3. Een den keng Tomaten op den Aen huet! /

    Diese Diskussionen über Kirchenvermögen geht mir massiv auf den Wecker! Alle Bürger, alle Unternehmen alle Gesellschaften und gemeinnützige Organisationen sind vor dem Staat verpflichtet ihr Vermögen dar zu legen und zu besteuern wenn denn Aktivitäten unter das Steuerrecht fallen! Bei den Kirchenfabriken ist das ein Mißstand ohne gleichen gewesen! Die wussten ja angeblich noch nicht einmal welche Immobilien ihnen gehörten und welche den Gemeinden usw! Solche Gebaren sind für mich höchst nebulos, mafios, steuerhinterzieherisch, bedenklich, sektarisch, und auch kriminell! Ich erkläre mich: wenn man über ein Jahr brauch um aufzuklären was einer „ nennen die es wie sie wollen, oder auch Kirchenfabrik“ gehört, dann erklären sie mir einmal wie über die ganzen Jahre die Steuerbeamten klären konnten ob Steuern zu zahlen sind, oder in welchem Umfang, wie die Vermögenswerte evoluiert sind, ob da Privatpersonen „Attributionen“ bekamen die nicht Steuerfrei sind, schon alleine welche Grundsteuern zu zahlen sind wenn man ja noch nicht einmal wusste wem diese Immobilien gehörten? Ist das nicht mafiös, wenn Kirchenfabriken sich zusammenschliessen um ihr Vermögen vor dem Staat zu verschleiern/ verbergen? Wer kann in so einem Fall nachvollziehen welche Gelder wie-wo und wohin geflossen sind! Der Staat musste das als richtig und korreckt annehmen was die Kirchenfabriken deklarierten, ohne dass der Staat die geringste Kontrollmöglichkeit hatte? Wie steht es mit eventuellen schwarzen Konten von denen niemand weiss? Wie kann man bei so einer nebulosen Organisation überhaupt kontrolieren was läuft? Über Jahrzehnte und über ein Jahrhundert hinweg haben die Kirchenfabriken sich zu Organisationen entwikelt die komplett ausserhalb der Kontrolle des Staates lagen! Und wenn man mich fragt warum ich diese Organisation mafiös und kriminell bezeichne, somit möchte ich nicht damit sagen dass dieselben handeln in dem Sinne wie eine Coda Nostra, sondern eben wie eine Organisation die alles tun kann ohne Kontrolle, die Parteien, Organisationen, Personen, Länder, und vieles mehr unterstützen können ohne dass jemand kontrolieren kann was sie tun! Die Kirchenfabriken sind nun eine Christliche Organisation, würde man eine musulmanische Organisation hier in Luxemburg dulden nach dem selben Geschäftsmodell wie die Kirchenfabriken mit den selben nebulösen Machenschaften, wo man vermuten könnte dass sie Salafisten und Djihadisten finanzieren könnten? Und dass mir jetzt bitte ja niemand kommt der mir erzählt dass gute Christen keine mafiöse Dinge tun! Es wurde einmal ein Bankdirektor der Vatikanbank unter einer Brücke aufgehängt mit einer Schlinge um den Hals gefunden und bis heute weiß noch niemand wer ihn dort aufgehangen hatte. Aber man stellte fest: „Selbstmord war es keiner!“ Danach stellte man fest dass diese Bank Gelder der Mafia und von korrupten Politiker verwaltete usw. Ich behaupte nicht dass die Kirchenfabriken in Luxemburg das selbe tun, aber durch ihre Verschleierung der Vermögenswerte, und dem Entzug der öffentlichen staatlichen Kontrolle, konnten die Kirchenfabriken tun und lassen was sie wollten! Die CSV hat diese Machenschaften Jahrzehnte lang gedeckt, und die jetzige Regierung hat diesen unhaltbaren Zustand beendet, Bravo! Wir Bürger müssen uns alle der Kontrolle des Staates unterwerfen! Und wenn ich die Kirchenfabriken als mafiös und kriminell bezeichne, so meine ich damit ausschliesslich das Verwaltungssystem ihres Vermögens und natürlich nicht Mord, Totschlag, Erpressung, Drogenhandel, Prostitution usw. Noch ein kleiner Witz am Ende: „ Wenn die Immobilie Knete einbringt ist sie meins (Kirchenfabrik), kostet sie nur Geld, Unterhalt und bringt nix ein, so ist sie deins (Gemeinde-Staat)

  4. Frank Bertemes /

    Die Unverbesserlichen sind jener Teil der Bevölkerung, die am liebsten ein sinkendes Schiff noch renovieren wollen.

    Der Rest kommt nach, ihr Syfel Brüder….

  5. Jacques Zeyen ( Ardèche ) /

    Genau Herr Bertemes, bravo.
    Zwei Verse von den Herren Biermann und Degenhardt die man für den Syfel-Clan anwenden kann…
    “ Ach Mutter mach die Türe zu,es kommen tausend Ratten,
    die hungrigen sind vorne weg,dahinter sind die satten.“
    und
    “ Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,sing nicht ihre Lieder,
    geh doch in die Oberstadt,mach’s wie deine Brüder.“

    Es geht um „gelebten Glauben und Kultur“- sprich Cash und Karriere.(Linden)
    Soviel Altruismus wie jener des Ordens der Syfel-Brüder hat noch niemand gesehen.
    Für wen sind eigentlich diese Reichtümer (der armen Kirche)? Die Gläubigen? Die Armen?
    Für den Unterhalt der leerstehenden Gottesimmobilien? – Ach nein,das zahlen ja die Steuerzahler.Auch die
    elenden Atheisten und Andersgläubigen. Die Syfel-Brüder leiden unter “ Kognitiver Dissonanz“. Im Falle
    der inquisitorischen Indoktrination welche diese Menschen durchgemacht haben ist diese Krankheit allerdings
    kaum heilbar.
    Wie lange dauert diese Schmuddelkomödie noch?

  6. Seb Lang /

    Eng Organisatioun dei sech emmer an der Opferroll präsenteiert!
    Do fällt engem d’Wuert „Realiteitsverloscht“ erem an.
    Dot der Welt en gefaalen, leisst iech op an gidd d’Suen deenen Armen.

  7. Lucas /

    „ Die Kirchenfabriken sind nun einmal dazu da, die weltlichen Güter der Kirche zu hüten.“
    Die Menschen auf den Dörfern haben immer weniger Bezug zu „ihrer“ Kirche. Nicht umsonst stehen die da auch leer! Alle 14 Tage eine „hl. Messe“, wie mir eine ältere Frau erklärte und da sitzen dann 5 bis 10 alte Leute. Auch eine Zumutung für den Pfarrer! Der ist Nebensache! Zugezogene, sind die dann gläubig, gehen die Messe dahin besuchen, wo man ihre Sprache spricht.

    Alte Mauern teuer unterhalten, die niemandem mehr etwas bedeuten, wäre da nicht eine zentralisierte Anlaufstelle sinnvoller? Schon allein in den Aufsichtsräten der Kirchenfabriken sitzen nach einer gewissen Zeit auch nur Zugezogene, wiederum ohne Bezug zu einer speziellen lokalen Kirche. Was sollen die denn verteidigen?

    Ist es aber nicht so, dass zu den „alten Mauern“ ein gewaltiger Schatz dazugehört, unter Form von allmöglichen weltlichen Besitztümern? Warum wohl werden die Verwaltungsbücher der Kirchenfabriken nicht öffentlich aufgelegt? Warum sich dafür schämen? Dies würde jeder verleumderischen Vermutung ein Ende bereiten. Denn, wer sitzt in diesen von den Kirchenfabriken erworbenen oder selbst errichteten Häusern und Appartements und zu welchem Mietpreis? Und dies seit Jahren! Manch vehementer Verfechter der Kirchenfabriken etwa selber oder dessen Familienangehörige? Also! Transparenz, und solche Fragen ergeben sich von selbst! Und, die Transparenz ist langfristig doch nur unter zentraler Verwaltung möglich. Da wechselt der „Bürgermeister“ nicht so oft!

    Dieser kultureller Kampf oder besser Krampf, hinterlässt den Eindruck, da steckt doch weit mehr dahinter als nur (persönlicher) Glaube oder Kulturfanatismus, einige Kirchenfabriken unbedingt in Eigenregie verwalten zu wollen. Und zu diesem Schluss gelangen immer öfter nicht nur „Pfaffenfresser“. Ganz im Gegenteil!

    Wer ist da noch „Kirche“? In die Enge getrieben und dann nach Demokratie rufen beweist gerade das sonderbare Kirchenverständnis von angeblich religiösen Menschen.

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