Finanzminister Gilles Roth (CSV) hat am Mittwochmorgen die wichtigsten Eckdaten aus seinem Haushaltsentwurf in der Chamber vorgestellt. Um das Budget zu planen, braucht er Daten. Die hat er vom Statec bekommen. In einer Pressemitteilung vom selben Tag stellen die Statistiker ihre Prognosen für 2025 bis 2029 auch der Öffentlichkeit vor. Der Grundtenor: Luxemburgs Wirtschaft erholt sich trotz einer international schwierigen Lage. Aber langsam.
Das Wirtschaftswachstum für 2025 wird voraussichtlich – wie Statec erwartet – bei einem Prozent liegen. 2026 soll die Lage dann schon besser aussehen: Eine Verdopplung auf zwei Prozent ist drin. Vor allem der Finanzsektor soll als Motor das BIP-Wachstum vorantreiben. Von 2027 bis 2029 geht es dann ähnlich weiter. Die Statistiker rechnen für diese Periode mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,4 Prozent.
Prognosen nach unten korrigiert
Gleichzeitig muss die Prognose relativiert werden. Ursprünglich erwartete Statec für 2027 bis 2029 2,7 Prozent Wachstum. Die Statistiker sprechen von einer „neuen Entwicklung“: Seit etwa sechs Jahren müssen die BIP-Prognosen regelmäßig nach unten korrigiert werden.
Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer ähnlichen Verfassung wie der BIP – zumindest was die Wachstumszahlen angeht. 2025 hat sich das Beschäftigungswachstum laut Statec „auf einem historisch niedrigen Niveau“ stabilisiert. Für das ganze Jahr wird ein Wachstum von einem Prozent erwartet. Mit der wieder stärker wachsenden Wirtschaft sollen dann ab 2026 auch wieder mehr Arbeitsplätze entstehen. Statec erwartet ein Wachstum von 1,5 Prozent. 2029 gehen die Statistiker dann von einem Wachstum von 1,9 Prozent aus. Gleichzeitig soll die Arbeitslosenquote sinken: von sechs Prozent 2025 auf 5,1 Prozent 2029.
Preise sollen weiter steigen
Die Indextranche im Mai hat zu „einem starken Anstieg der Dienstleistungspreise“ geführt, schreibt Statec. Deswegen erwarten die Statistiker, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter steigen wird. Für 2025 wird von einer Preissteigerung von 2,1 Prozent ausgegangen. 2026 sieht die Lage dann wieder besser aus: Fallende Ölpreise dürften die Inflation auf 1,4 Prozent sinken lassen. Mittelfristig dürfte sich die Inflation laut Statec bei etwa zwei Prozent stabilisieren. Die nächste Indextranche ist noch immer für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.
Luxemburgs CO2-Emissionen sind seit mehreren Jahren rückläufig. Das hat hauptsächlich mit dem Rückgang des Kraftstoffabsatzes zu tun. Der Verkauf von Benzin und Diesel soll auch 2025 laut Statec um weitere vier Prozent und 2026 um fünf Prozent zurückgehen. Der Übergang zu Elektro- und Hybridfahrzeugen dürfte diesen Trend noch verstärken.

De Maart

Nostradamus laesst gruessen...
"Vor allem der Finanzsektor soll als Motor das BIP-Wachstum vorantreiben."
Freut euch nicht zu früh, dieser Sektor ist wie eine Schmetterling.
Dann hoffen wir alle, dass die Prognosen stimmen...