Samstag29. November 2025

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„natur&ëmwelt“Rote Liste: Immer mehr Vogelarten in Luxemburg gefährdet

„natur&ëmwelt“ / Rote Liste: Immer mehr Vogelarten in Luxemburg gefährdet
Durch ein gezieltes Schutzprogramm hat sich der Bestand der Heidelerche etwas erholt Foto: Patric Lorgé

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1975 hat die „Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga“ (heute „natur&ëmwelt“) die erste Rote Liste der Brutvögel in Luxemburg erstellt. Seit 2005 wird sie etwa alle fünf Jahre erneuert. Am Mittwoch wurde die diesjährige Rote Liste der Brutvögel im „Haus vun der Natur“ auf Kockelscheuer vorgestellt. Die Ergebnisse sind erschreckend.

Anhand aktueller Bestandsentwicklungen und unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Risikofaktoren werden die einzelnen Arten nach vorgegebenen Kriterien für die Rote Liste neu bewertet. „Wir müssen nicht nur die unterschiedlichen Lebensräume der Brutvögel besser schützen, sondern wir müssen auch dafür sorgen, dass sich die bedrohten Bestände weiter erholen“, sagte Roby Biwer, Präsident von „natur&ëmwelt“,  am Mittwoch vor der Presse. 

Seit der letzten Veröffentlichung im Jahr 2019 hat sich die Situation der Brutvögel in Luxemburg noch weiter verschlechtert. Mittlerweile sind die Brutpopulationen von 14 Arten auf nationaler Ebene ausgestorben, sieben sind kritisch gefährdet, acht stark gefährdet, 13 Arten werden als gefährdet eingestuft und 24 sind auf der Vorwarnliste. „In Luxemburg gelten Brutvögel als ausgestorben, wenn seit zehn Jahren kein regelmäßiges Brutvorkommen vorliegt und seit mindestens fünf Jahren kein Brutnachweis dokumentiert wurde“, erklärte Patric Lorgé, Ornithologe vom „Biodiversum“ in Remerschen.

Allerdings nehmen die Bestände einiger einst häufiger Arten derart schnell ab, dass diese womöglich bald zu den am meist gefährdeten Arten gehören werden. „Hier sind besonders der Feldspatz, der Hausspatz, aber auch die Rauchschwalbe sowie die Mehlschwalbe hervorzuheben. All diese Arten gab es vor 20 Jahren noch in großer Zahl. Mittlerweile sind diese Populationen drastisch geschrumpft und nur noch in vereinzelten Regionen des Landes zu finden“, legte Lorgé nach.

Lebensräume verschwinden

Einst häufig vorkommende Arten wie die Schleiereule und der Kuckuck sind mittlerweile stark gefährdet. Früher fanden Eulen nämlich in alten Ställen und Scheunen genügend Unterschlüpfe, die heute in den modernen Konstruktionen nicht mehr zu finden sind. Durch die Zerstörung seines Lebensraumes geht auch die Anzahl der Kiebitze drastisch zurück. Seit 2009 ist er auf der Roten Liste und als „Bestand vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Das Zuhause des Kiebitzes sind die Feuchtwiesen und Sumpfgebiete. „Feuchtgebiete zählen zu den gefährdetsten Lebensräumen insgesamt“, so Biwer.

Doch es gibt auch einige positive Nachrichten. Durch gezielte Schutzprogramme konnten sich die Bestände der Heidelerche oder des Rotmilans in den vergangenen Jahren etwas erholen. „Ganz wichtig ist es, die Lebensräume der Vögel zu erhalten. Hier ist auch die Politik gefordert“, sagte Claudine Felten, die Direktorin von „natur&ëmwelt“.

Um die bedrohten Brutvögel vor dem Aussterben zu bewahren, reichen oft schon ein paar einfache Kniffe aus. Gartenbewohner sollen auf englischen Rasen verzichten und Blumen und Hecken pflanzen. So kann neuer Lebensraum für Insekten geschaffen werden, die dann als Nahrung für die Vögel dienen. Auch das Anbringen von Nistkästen sowie eine gezielte Fütterung im Garten können helfen. Zusätzliche Informationen zu der Roten Liste der Brutvögel Luxemburgs gibt es am 23. Oktober um 19.00 Uhr im „Haus vun der Natur“. Hier wird Patric Lorgé über die neusten Entwicklungen, die Ursachen dafür und die Forderungen an die Politik referieren.

Grober J-P.
25. September 2024 - 21.03

Haben alles versucht wie beschrieben. Leider Krieg im Garten. Zwei Drosselpaare in der Hecke gebrütet. Als die Brut fast flügge war haben Elster angegriffen und die Brust zerrupft. Darf man auf Elster ....... Dieses Jahr nur noch Spatzen, Kohl und Blaumeisen bleiben aus, sowie Buchfinken.