Do., 16. Juli 2020

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  1. johny W. /

    Das parlamentarische System hat Tücken. Neben der, dass Wahlsieger in die Opposition geschickt werden, wie es vor sechs Jahren der Fall war, ist diese Affäre ein weiteres Indiz dafür, dass Parlamentarismus und Demokratie zwei verschiedene Dinge sind. Im Internetzeitalter müsste eine direkte und integrale Demokratie eigentlich ohne Parlament auskommen können. Es ist Zeit für ein Umdenken und für mehr Demokratie. Die Schweiz zeigt im Ansatz, dass das möglich ist. Eine Regierung sollte nur Ausführen, was das Volk beschliesst. Die Legislative sollte direkt beim Volk liegen. Parlamente sind Relikte aus analogen Zeiten.

    • Grummel /

      Dir hudd och net alles verstaanen an der Demokratie. Fir eng Regierung ze bilden muss een d’Majoritéit hun an déi haat d’CSV nët, ob dir et wëlt oder nët.
      Wann 2012 kee mat der CSV eng Regierung maachen wollt dann ass daat hiirt Recht, an als Resultat ass eben d’CSV an der Oppositioun. LSAP/DP a Gréng hun séch eben zesummen gedoen an eng Regierung op d’Bee gesaat, a fir daat ze maachen haaten Sie d’Majoritéit an der Chamber.

    • L.Marx /

      Die Arithmetik hat keine Tücken. Die CSV mit ihrem Verlust von drei Sitzen (von 26 auf 23) als “Wahlsieger” zu bezeichnen ist deshalb faktisch schlicht falsch und eine echte Fake-News. Die vorgezogenen Parlamentswahlen waren übrigens vor fünf Jahren, am 20. Oktober 2013.

    • Dany Louschetter /

      Et schéngt vergiess ze sinn firwat et iwwerhaapt zu den Neiwalen koum, et war wéinst den CSV SREL Juncker Skandaler!

    • J.C. KEMP /

      “Wahlsieger” ist nur der, der eine absolute Mehrheit im Parlament hat und somit allein die Regierung stellen kann. Alles andere wird das Resultat von Koalitionsverhandlungen sein.

  2. Wernher /

    “Es ist Zeit für ein Umdenken und für mehr Demokratie. Die Schweiz zeigt im Ansatz, dass das möglich ist.”

    Ja. Die haben den Frauen das Wahlrecht bis in die 70er Jahre verweigert, In Appenzell und anderen Kantonen sogar bis in die 90er.
    Wenn Sie das Demokratie nennen, dann Prost.

  3. H.Horst /

    Die Forderung nach “direkter Demokratie” ist in wirklichkeit eine Forderung nach institutionalisiertem Populismus. Der Filter der parlamentarischen Repräsentation wurde angesichts der Pöbelherrschaft der Französischen Revolutionn, der fundamentalistischen Schreckensherrschaft eines Savonarola in der Renasissance und einiger ähnlicher “Volksherrschaften” in der Antike ins politische System eingebaut. Mehr Hirn und weniger Rückenmark war die Devise die auch heute angesichts von Putin, Trump, Erdogan, Kaczinsky und Orban aktuell ist. Mehr Rechtsstaat und weniger “gesundes Volksempfinden”. Das “Volk” und all die welche sich lauthals dazu erklären, sollte sich erinnern wie das beim letzten mal ausging.

  4. Realist /

    Und da kam keiner auf den Gedanken, einfach mal nachzufragen, wozu Frau Holper so ein “Certificat d’inscription aux listes électorales” brauchen könnte…? Um eine simple Petition zu unterschreiben benötigt man solche Dokumente sicher nicht, das muss doch Anno 2018 wohl jedem klar sein.
    50 Jahre “XY-ungelöst”, “Vorsicht-Falle”, sowie unzählige rezente Aufklärungskampagnen, in denen die Leute geradezu beschworen werden, bloss nicht auf solche Haustür-Maschen reinzufallen und nie-niemals etwas zu unterschreiben…. alles umsonst.

    • J.C. KEMP /

      Die meisten von diesen Aktionen sind unnütz. Es fallen doch immer noch genug Leute auf falsche Polizisten herein sowie falsche Zählerableser, Handwerker Spendensammler usw. Wer nicht liest was er unterschreibt, sollte sich selbst an die Nase fassen.

  5. René Charles /

    Lo huet déi Affär hei scho méi Leit op d’Been bruecht wéi déi eng oder aner Visio’un vun engem oder dém aneren vun onsen ‘Ankündigungsminister’ an/oder Staatssekretär-(in). D’Leit hätten also gär nach méi Zirkus.

  6. Neckel /

    Ach nee, schon nees. Den Här Bettel wollt och net Premier gin, lo ass hien et awer. Denen Leit do ass d’selwecht gaangen. 🙂

    • J.C. KEMP /

      An nach ëmmer déi dote Leier. Den Disk ass schons uerg geschréibst, well et ass nach eng Schellack-Plakk.

  7. roger wohlfart /

    Dat nennen ech Stroossendemokratie, well déi meescht ongewollte Kandidaten jo anscheinend an derselwechter Strooss wunnen, oder ?!

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