KommentarOrbans Slogan zum EU-Ratsvorsitz: Wie der US-Polit-Trottel

Kommentar / Orbans Slogan zum EU-Ratsvorsitz: Wie der US-Polit-Trottel
Liebe Grüße an Viktor Foto: Getty Images via AFP

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Vielen in der Europäischen Union gefällt es überhaupt nicht, dass die ungarische Regierung von Viktor Orban während des zweiten Halbjahrs die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Das Europäische Parlament (EP) hatte gar die EU-Staaten aufgefordert, dem Ungarn, mit Verweis auf dessen notorische Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit und bedenklichen Umgang mit EU-Geldern, den Ratsvorsitz zu entziehen. Vergeblich.

Es wäre wohl auch nicht sehr einfach gewesen, dies umzusetzen, und möglicherweise kaum mit den Vorgaben in den EU-Verträgen vereinbar. Vermutlich wollten die EU-Staaten keinen zusätzlichen Ärger und sie setzten auf den kalendarisch günstigen Umstand, dass der ungarische EU-Ratsvorsitz gerade mit einer politischen Übergangszeit in der EU zusammenfällt. Nach den EU-Wahlen muss sich das EP vorerst neu sortieren, die EU-Kommission wird in den kommenden Monaten erneuert und dürfte vor Ende des Jahres kaum erste bedeutende Gesetzesvorhaben vorlegen. Zudem wird während der Sommerpause auch in der EU kaum nennenswertes auf der Tagesordnung stehen.

Dennoch ließ es sich Orban nicht nehmen, mit einer Provokation in seine Ratspräsidentschaft zu starten. So wählte er mit „Make Europe great again“ in abgeänderter Form Trumps Slogan zum Leitmotiv für den Vorsitz. Wohl wissend, dass die Europäer dem ehemaligen US-Präsidenten gegenüber äußerst ablehnend eingestellt sind. Was unter anderem damit zu tun hat, dass er sich an keine Regeln hält, egal welcher Art, Grenzen überschreitet, Hetz- und Hassreden hält sowie autoritären Tendenzen frönt und damit eine Gefahr nicht nur für die USA ist. Doch wird Trump vom überwiegend vernünftigen Teil der Menschen nicht nur in Europa als jener wahrgenommen, der sich immer wieder seine eigene, bis ins Absurde hineinreichende Realität schafft und damit nur noch wie ein Trottel daherkommt. Als ein Sinnbild dafür steht Trumps rote MAGA-Kappe, die er bei solchen Gelegenheiten trägt und deren Spruch Orban nun übernommen hat. Damit wollen sich nur die allerwenigsten in der EU identifizieren.

Grober J-P.
21. Juni 2024 - 9.45

Biden und Trump nicht gut für die USA. Wo sind die Politiker mit Hirn? Sind denn alle Fatalisten, hier wie dort drüben?
Es wird einen ordentlichen Knall geben und dann sagen alle "wie, in "GOTTES" Namen konnte das passieren. Und der Barmherzige schaut nur, wie immer, lustvoll zu und lächelt sich ins Fäustchen.

max.l
21. Juni 2024 - 7.59

ëch kaafe mër och elo esou eng schéi rout Kaap..

fraulein smilla
20. Juni 2024 - 13.39

Manche Leute haben anscheinend kein Problem mit dem zunehmend tattrigen Jo Biden ,der seinen leeren Blick hinter einer coolen Pilotenbrille cachiert und der definitif keine Kraft und keine Zuversicht mehr ausstrahlt .

Hehe
20. Juni 2024 - 13.27

@Jung Luc: Die die ihn verachten, werden weiterhin ihrer Arbeit nachgehen als wäre nichts geschehen. Und wenn die Amtszeit vorüber ist, wird sich wieder aufgeregt.

luxmann
20. Juni 2024 - 13.08

Seltsam.
Wenn VDL oder Frieden posaunen dass sie Europa stark machen wollen wird das von den selben beklatscht ,die Orban nun quasi als trottel wegen des slogans betiteln.

JUNG LUC
20. Juni 2024 - 11.10

Trump ist kein Trottel. Wenn dieser gewählt wird,werden die Leute die ihn als Trottel verachten sich schnell verziehen und sich verstecken.