Samstag29. November 2025

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FLBB-HerrenNach dem beeindruckenden Auftaktsieg: Luxemburg will in Aserbaidschan bestätigen 

FLBB-Herren / Nach dem beeindruckenden Auftaktsieg: Luxemburg will in Aserbaidschan bestätigen 
Clancy Rugg überzeugte gegen Irland mit seiner Routine  Foto: Editpress/Gerry Schmit

Lange Zeit zu feiern blieb den FLBB-Herren nach dem beeindruckenden Sieg am Donnerstagabend gegen Irland nicht. Der Fokus galt direkt dem zweiten Spiel der Vorqualifikation am Sonntag in Aserbaidschan und hier wollen Laurent, Rugg und Co. bestätigen. 

Mit dem 89:77-Sieg gegen Irland sind die FLBB-Herren am Donnerstag optimal in die Vorqualifikation für die EM 2029 gestartet. Es war zweifelsohne eine der besten Leistungen, die das Team von Trainer Ken Diederich in der rezenten Vergangenheit aufs Parkett gebracht hat. Dabei bestachen Kapitän Alex Laurent und Co. einmal mehr als eingespieltes und kämpferisches Kollektiv, in dem gleich mehrere Spieler für Glanzpunkte sorgen konnten.

Trio mit starker Trefferquote

Allen voran Ben Kovac, der mit seinen 38 Punkten offensiv sicherlich die treibende Kraft war und damit endgültig in die Leaderrolle hineingewachsen ist. Ein bemerkenswertes Spiel lieferte jedoch auch Oliver Vujakovic ab. Eine Trefferquote von 70 (!) Prozent aus dem Feld heraus, das sucht schon seinesgleichen. Mit 19 Punkten – davon fünf Dreier – war der Walferdinger der zweitbeste Scorer in der FLBB-Auswahl und setzte in der wichtigen Schlussphase, als Irland dran war und die Partie zu kippen drohte, entscheidende Nadelstiche und sicherte sich wichtige Rebounds. Auch bei Philippe Gutenkauf fielen gegen Irland die Dreier, der Ettelbrücker war der dritte FLBB-Spieler an diesem Abend, der eine Trefferquote von mehr als 66 Prozent aufweisen konnte.

Damit war das Team nicht mehr auf die sonst fast schon üblichen 30 Punkte von Clancy Rugg angewiesen, der jedoch einmal mehr seinen Stellenwert unter den Brettern bewies. Beeindruckend war sein Block zwei Minuten vor Schluss gegen Buivydas, als er bereits vier persönliche Fouls auf seinem Konto stehen hatte und so verhinderte, dass Irland noch ein letztes Mal herankommen konnte. Malcolm Kreps seinerseits bewies am Donnerstag, dass er in den kommenden Monaten zu einem neuen Leader im defensiven Bereich heranwachsen dürfte. Auch wenn Max Logelin ab und zu noch Lehrgeld zahlen musste, zeige der Sparta-Spieler nicht zuletzt im Rebound, dass seine Rolle im Team in den kommenden Monaten immer größer werden dürfte. Mit sechs Rebounds war einer der kleinsten Luxemburger zum Auftakt in diesem Bereich einer der stärksten, und das gegen ein physisch überlegenes Team. 

Die große Unbekannte

Dass die Partie gegen Irland am Donnerstag aber auch Körner gekostet hat, das ist sicher. Denn einmal mehr hat sich das Team im letzten Viertel zurückgekämpft. Am Freitag ging es für Laurent und Co. schließlich weiter nach Baku, womit vor der zweiten Partie gegen Aserbaidschan einiges an Reisestrapazen hinzukam, immerhin landete die Mannschaft dort erst in der Nacht. Es ist der Gegner, der im Vorfeld als große Unbekannte galt. 2012 trafen beide Länder ein letztes Mal aufeinander, damals siegte Aserbaidschan zweimal. Das Auftaktspiel verloren sie deutlich 49:87 gegen den Gruppenfavoriten Nordmazedonien. Hier war Andrej Jakimovski, der in der italienischen Serie A aufläuft, mit 25 Punkten der beste Werfer seiner Mannschaft. Der eingebürgerte US-Amerikaner Omari Moore hingegen, der in Spanien bei Valencia unter Vertrag steht, blieb mit sechs Zählern durchaus blass. Gespannt sein darf man, wie das am Sonntag aussehen wird. Aus luxemburgischer Sicht gibt es dann auch eine Änderung, für Dino Ceman wird Yannick Verbeelen ins Team rücken. 

Im Überblick

Der Kader: Clancy Rugg (Basket Esch), Davy Rocha (Fitosur Murgi/ESP), Ivan Delgado, Christopher Jack, Joe Kalmes (alle T71 Düdelingen), Philippe Gutenkauf (Etzella Ettelbrück), Ben Kovac (Alm Évreux/F), Malcolm Kreps (Penas Huesca/ESP), Alex Laurent (Amicale Steinsel), Max Logelin, Yannick Verbeelen (beide Sparta Bartringen), Oliver Vujakovic (Résidence Walferdingen); Coach: Ken Diederich, Assistant-Coach: Denis Toroman

Das Programm:
Pre-Qualifiers 2029, Gruppe A:
Sonntag, 30. November:
15.00: Aserbaidschan – Luxemburg (in Baku)
18.00: Irland – Nordmazedonien
Bereits gespielt:
Nordmazedonien – Aserbaidschan 87:49
Luxemburg – Irland 89:77

Tabelle: 1. Nordmazedonien 1 Spiel/2 Punkte, 2. Luxemburg 1/2, 3. Irland 1/1, 4. Aserbaidschan 1/1