Die Regierung Frieden hat am Freitag zwei Gesetzentwürfe zur Rentenreform verabschiedet. Die Maßnahmen waren nach mehreren Sozialrunden angekündigt worden und sollen vor allem eins: das System finanziell stabilisieren – ohne es komplett umzubauen. Kernpunkte sind höhere Beiträge, strengere Bedingungen für Frühpensionierungen und steuerliche Anreize für längeres Arbeiten. Es ist die Pensionsreform „light“, nachdem mit Gewerkschaften und Patronat keine Einigung gefunden worden war.
Der Beitragssatz zur gesetzlichen Altersvorsorge steigt ab 2026 von 24 auf 25,5 Prozent. Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Staat übernehmen das Plus zu gleichen Teilen. An der Jahresendprämie wird nicht gerüttelt. Wer früher in Rente will, muss künftig länger eingezahlt haben: Die Mindestversicherungsdauer für die vorgezogene Altersrente verlängert sich bis 2030 um acht Monate. Sonderregelungen wie die „Préretraite travail posté“ oder „Préretraite ajustement“ werden abgeschafft.
Neu ist die Einführung einer Teilrente nach dem Beispiel des öffentlichen Dienstes. Wer will, kann damit schrittweise aus dem Berufsleben aussteigen. Zugleich wird die Anrechnung von Studienzeiten angepasst. Ziel ist laut Regierung mehr Flexibilität für Arbeitnehmer und für Arbeitgeber.
Bonus für längeres Schuften
Der zweite Entwurf enthält steuerliche Begleitmaßnahmen. Wer über das Rentenalter hinaus arbeitet, bekommt einen Freibetrag von bis zu 9.000 Euro jährlich auf das zu versteuernde Einkommen. Zudem steigt der Maximalbetrag, den man für eine private Altersvorsorge im Rahmen der „dritten Säule“ steuerlich geltend machen kann – von 3.200 auf 4.500 Euro. Will heißen: 4.500 Euro kann man steuerfrei einem Versicherungsanbieter zuschustern. Wer ein mittleres Einkommen bezieht, soll laut Regierung spürbar profitieren.
Politisch bleibt die Reform umstritten. Die Regierung verfolgt eine Linie der kleinen Schritte: kein Systembruch, aber ein deutliches Signal. Gleichzeitig wächst der Druck – auch aus der Bevölkerung. In der aktuellen Ilres-Umfrage lehnen fast zwei Drittel Rentenentscheidungen ohne Einbindung der Sozialpartner ab. Premierminister Luc Frieden führt die rückläufigen Umfragewerte seiner Partei CSV teils auf das Dossier zurück. Er verteidigt das Vorgehen als notwendig: „Die Regierung hat ihre Verantwortung übernommen“, nachdem sich Sozialpartner nicht einigen konnten. Die DP spricht von einer „Momentaufnahme“ und verweist auf das Koalitionsprogramm.
Mit den beiden Texten beginnt nun das parlamentarische Verfahren. In den kommenden Wochen stehen Anhörungen und Detailberatungen an. Unklarheiten betreffen vor allem die Umsetzung der Teilrente, die konkrete Anrechnung von Studienzeiten und die Übergangsregeln bei der Frühpension. Auch die steuerlichen Entlastungen dürften im Parlament noch einmal genau geprüft werden – insbesondere mit Blick auf ihre Wirkung für verschiedene Einkommensgruppen.
De Maart

Respekt dass endlech en Politiker sech traut d'Kaarten ob den Dech ze leën an daat unsprëcht waat mer jo all schons laang woussten. Et kann net esou weider goen mam Rentensystem, an dei jonk Generatiounen wärten net genug kennen genereieren fir sech an dei Aal ze versuegen. Et ass natierlech einfach elo der CSV den Schwarzenpeiter dohin ze geheien well se sech getraut huet desst ze thematiseieren, juste well Gambia 10 Joer laang ze feig wor et ze maachen an do virdrun d'CSV an LSAP och.
Den Luc seng Minister an Fraktioun schëppen Lach vir CSV dran ze begruewen speitestens 2028 ass soweit. Nett vill wärten der CSV no traueren
Der liebe Frieden will ein neues Wirtschaftswunder erzwingen. Schwer, lange und viel arbeiten für wenig Lohn wie damals. Wir schreiben inzwischen aber 2025
Huelt dem Asselborn sei Frippchen, dei sollen emol schaffen.....
Hallo Luc Frieden. Wie wäre es denn wenn wir es Ihnen und ihrem Konsortium gleichtun würden..."weniger arbeiten, mehr reden, mehr verdienen". Ein landesweiter Stillstand wäre vorprogrammiert.
Das ist die Reform des CEO Frieden, Vogel fress oder stirb, und die Regierungsparteien in der Chambre der Abgestorbenen werden es absegnen wie immer...