Fr., 29. Mai 2020

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  1. Lodiblo /

    Das Volk soll Abends ausschlafen um am Morgen fit auf der Arbeit zu erscheinen. Kneipen sind für Pensionäre und denen sind die heutigen Preise zu hoch.

    • Jemp /

      Und deshalb spielen sie zu Hause Karten, trinken ein Bier und rauchen dabei eine Zigarette.

    • René Charles /

      D’Politik soll sech bekëmmeren ëm Gesetzer a Reglementer déi vun de Cafetiers sollen agehale gin: kaum ee Bistro dee keen Iessen mecht fir Réceptio’unen, Kommio’unen, Konveniater asw. komplett ouni Berechtegung an Kapazité’it an der Kichen. Vun Hygiene nët ze schwetzen. Vill Restaurants beschäftegen Schwarzarbechter; munnech Café/Resto beschäftecht all puer Méint neit Personel wat Famill oder wäitleefech Famill as. Duerno gesäit een verschiddener vun deenen nëmmen spadséire goen…….
      Politiker sollen hir Kontrolleren an de Ministèren op Trab haalen an sech an engem Waljoer aus de Bistroen eraushalen.

  2. Peter Mutschke /

    Es wundert nicht daß die Kneipenkultur nur noch ein Schattendasein fristet.Waren es in den 70er Jahren die Video Geräte die die Menschen zu Hause gehalten haben waren es später die rasant steigenden Wohn-und andere Kosten.Wohnen,Kleidung,Urlaub usw.lassen immer weniger im Portemonnaie.Dazu kommt der steigende Leistungsdruck.Wer kann es sich leisten nach einigen Humpen am nächsten Tag verkatert zur Arbeit zu kommen.
    Trotzdem sollte man die Kneipe weiterhin als gesellschaftliches Kulturgut erhalten.

  3. DanV /

    Das echte Café-Leben wurde mit dem Rauchverbot abgetötet. Als man es einführte, glaubte man, die Raucher würden dann eben nicht rauchen und es würden mehr Nichtraucher in die Cafés kommen.

    Worauf man nicht gefasst war: Nichtraucher, die sich wirklich am Rauch störten, waren und sind in der Minorität und können keine Cafés füllen. Die Raucher sind einfach nicht mehr gekommen. und mit ihnen sind unerwartet auch die nichtrauchenden Freunde der Raucher aus den Cafés verschwunden. Die machen jetzt alle Party zuhause, ohne Handy/Fernseher. Die einzigen Cafés, wo noch was los ist, sind die mit Raucherzimmer oder -Terrasse.

    Die herabgesetzte Promillegrenze hat das ihrige dazutgetan.

    Mit dem Rauchverbot hat man die Kneipiers zu “Gesundheitswächtern” wider Willen gemacht, die aktiv ihren eigenen Untergang betreiben. Also eigentlich gerecht, dass sie dafür zumindest Hilfen vom Staat bekommen.

    Beides, Rauchverbot und weniger Alkohol, sind zweifellos sinnvoll. Aber Kneipen sind keine Bioläden. Man darf sich nicht wundern, dass eine Tradition abstirbt, denn der Sinn des Cafés (sich gemütlich zusammensetzen, reden, und dabei seine kleinen Laster ausleben) wurde per Dekret ausser Kraft gesetzt.

    Ich wünsche allen Beteiligten, dass das Kartenspiel dem Café einen neuen Sinn gibt.

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