Do., 23. September 2021



  1. Werner B. /

    Bravo, endlich mal ein sachlicher Beitrag über die Grenzgänger. Ganz offensichtlich ist das Unfall, Kranken und Pflegeversicherungssystem überhaupt nur noch dank der Grenzgänger finanzierbar. Auch alle anderen sozialen Wohltaten würden ohne die Grenzgänger ziemlich mager ausfallen. Vielen Dank liebe Grenzgänger für eure unersetzlichen Dienste die ihr in unserem Land jeden Tag leistet.

  2. armand /

    jeder arbeitnehmer in luxemburg (ob gebietsansässig oder grenzgänger) muss „charges sociales“ berappen. dafür hat er anrecht auf zurückerstattung der arztkosten/lohnausfall, gewährung einer pension usw.. der arbeitgeber + staat übernimmt der 2/3 dieser charges sociales. warum man jetzt grenzgängern besonders danken soll weiss ich nciht, sie werden wie jeder andere behandelt. da unsere löhne und pensionen ja bedeutend höher sind als im nahen ausland ist das ja kein schlechter deal, oder?

    • Werner B. /

      Abgesehen davon, dass die Grenzgänger mit ihren Steuern ja ohnehin alle politischen und sozialen Endscheidungen mittragen, ist folgende Gegenüberstellung der „charges soziales“ bezüglich Einnahmen / Ausgaben die Grenzgänger betreffend doch sehr aufschlussreich: Pflegeversicherung: 32,9% / 1,9%. ; Krankenkasse: 33,9% / 16%; ADEM: ? / ? Pensionskasse 42,8% / 25,5% (wobei unter den Auslandspensionären auch viele portugiesische Rückwanderer sind) ect. Fazit: die „charges soziales“ werden von allen Beschäftigten erwirtschaftet, aber asymmetrisch verteilt…. Und dafür ist die Politik verantwortlich und nicht zuletzt der Wähler.

      • armand /

        wie soll man sozialleistungen symmetrisch verteilen? um in den „genuss“ einer solchen leistung zu kommen muss man gewisse bedingungen erfüllen, zb nach 40 jahren pension, kindergeld wenn man kinder hat, usw. über kurz oder lang wird die mehrzahl der pensionen sowieso ins ausland überwiesen werden, dann ist die „gerechtigkeit“ ja hergestellt. was die steuertabelle anbelangt gibt es auch keine diskriminierung von hier lebenden personen und grenzgänger, gleiches unrecht für alle. aber diese regeln sind wohl in all unseren nachbarländer gültig. was Sie jetzt mit politik und wähler meinen..?

  3. Werner B. /

    @armand der Begriff „Verteilen“ ist sicherlich ungeschickt gewählt. Aber nehmen Sie die Pflegeversicherung, 32,9 % zahlen die Grenzgänger ein und nur 1,6 werden für Grenzgänger verwendet. D.h. für die Pflege alter Menschen stände heute ohne die Grenzgänger 1/3 weniger Geld zur verfügung, ähnliches gilt für die Krankenkasse, die Pensionskasse, ADEM ect und dafür bin ich sehr dankbar. In dem Zusammenhang ist es mir unverständlich, dass im Gegenzuge immer wieder versucht wird die Grenzgänger von den sozialen Wohltaten, die in unserem Land mit der Gießkanne verteilt werden, aussen vor zu halten. Und das ist eben Politik für den Wähler.

    • armand /

      @Werner B. alles richtig. aber auch die % der pflegeversicherung werden sich mit der zeit einpendeln, das „grenzgängertum“ begann erst so richtig mit dem bankenboom, also vor +/- 25 jahren. was ich sagen will, die einzigen rechte die man durch zahlung der charges sociales ableiten kann bewegen sich eben in diesem rahmen. das nennt man win-win situation. mit ein bisschen böswilligkeit könnte man auch sagen luxemburg betreibe entwicklungshilfe für die grenzregionen.

      • Werner B. /

        M. Armand, was zählt ist das hier und heute. Unseren Alten, Kranken und sozial Schwachen hätten heute nicht die Unterstützung, gäbe es nicht die vielen Grenzgänger. Dieses üppige Umlageprinzip funktioniert nur, weil es die Grenzgänger gibt die dort einzahlen. Ob die Grenzgänger, wenn sie dann irgendwann auch auf diese Form der Unterstützung angewiesen sind genauso üppig aus den sozialen Töpfen schöpfen können, das muss sich noch beweisen.

  4. Serenissima en Escher Jong /

    Grenzgänger leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Sozialsystems, sie leisten generell gesehen einen wichtigen Beitrag zu unserem Bruttosozialprodukt, und ermöglichen so den hohen Lebensstandard in unserem Lande…da sollte man nicht vergessen.sm

  5. Judd mat Gaardebounen /

    813.000 Personen sind wirklich masgebend für die Wirtschaft des Landes und nicht unbedingt die Einwohnerzahl.
    813.000 Personen und eine geschätzten Zuwachs für 2017 von 20.000 ergibt 833.000. noch 8 -9 Jahren und wir durchbrechen die Schallmauer von 1 Mio.

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