Samstag29. November 2025

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ADRFred Keup schießt gegen Meisch. Dieser würde „de ganze Schoulsystem zerstéieren“.

ADR / Fred Keup schießt gegen Meisch. Dieser würde „de ganze Schoulsystem zerstéieren“.
Sieht immer noch genauso aus: Fred Keup, hier bei einer Pressekonferenz im Jahr 2023 Foto: Editpress/Julien Garroy

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Die ADR hat sich zur Rentrée auf Claude Meisch eingeschossen und wärmt ihr Lieblingsthema auf: die Bedrohung durch die französische Sprache.

Die ADR geht auf Konfrontationskurs mit ihrem Lieblingsminister: Bei ihrer Pressekonferenz zur parlamentarischen Rentrée am Donnerstag hat Fraktionschef Fred Keup Bildungsminister Claude Meisch (DP) scharf attackiert. Dessen Politik sei dabei, „de ganze Schoulsystem ze zerstéieren“, so Keup gegenüber RTL. Mehr Französisch im Unterricht, mehr internationale Schulen, weniger klassische Lycées – für die ADR ist das, wenig überraschend, ein kultureller Untergang in Zeitlupe. Die Alphabetisierung auf Französisch ist da der letzte Sargnagel.

Aber Meisch ist nicht nur schuld an der Bildungsmisere, auch die „Zubetonierung“ des Landes hat er zu verantworten. Keup zieht ausgerechnet Ex-Premier Juncker (CSV) als Zitatgeber für seine Wachstumskritik heran, der schon im Jahr 2000 vor einem 700.000-Einwohner-Staat gewarnt habe. Nun habe man den Salat: Stau auf den Straßen, Französisch in der Schule und ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Dass Juncker bis 2013 Architekt dieses Wachstums war, wird dabei geflissentlich ignoriert.

Keup gibt sich als letzter Konservativer im Parlament – alle anderen Parteien seien mittlerweile „lénks“. Mit dieser Pose scheint er aktuell zu punkten: Laut aktueller Ilres-Umfrage würde die ADR zwei Sitze zulegen. Als Grund nennt Keup die Enttäuschung über die CSV. Deren traditionelle Werte seien „iwwert de Koup gehäit ginn“. Die ADR inszeniert sich zur Rentrée also als Rückzugsort für konservative Heimatlose. Der Leuchtturm bleibt dabei die luxemburgische Sprache: Laut Keup soll es immer ein Vorteil sein, wenn man Luxemburgisch spricht – und nie zum Nachteil werden. Der einzige Nachteil allerdings, den man derzeit hat, wenn man des Luxemburgischen mächtig ist: Man versteht leider, was Fred Keup sagt.

Moundkallef Benoît
19. Oktober 2025 - 23.20

"Keup gibt sich als letzter Konservativer im Parlament – alle anderen Parteien seien mittlerweile „lénks“."

Erënnert mech bëssen un de Witz mam Geisterfahrer op der Autobunn:
"Ein Autofahrer hört ausm Radio: "Ein Geisterfahrer auf der A7!"Sagt der Fahrer: "Was? Einer? Hundert!"

Wann all aner Partei, souguer eng konservativ CSV, dir beemol lénks erscheint seet dat méi iwwert dech an deng eege Partei aus wéi iwwert all déi aner. Nämlech, dass du an deng eege Partei bei wäitem méi riets um politesche Spektrum ze fannen ass wéis de et ëmmer der breeder Ëffentlechkeet verklickere wëlls. "Partei vun der Mëtt", dass ech net laachen.

Et gëtt souvill Lëtzebuergesch wéi nach ni am Land geschwat. Eis Land huet vill Problemer an et kann een vun der franséischer Alphabetiséierung halen wat een well, mee den Verfolgungswahn, dass Lëtzebuergesch oder eis Kultur ausstierwt gëtt sou lues lächerlech.

Weber Ernsest
10. Oktober 2025 - 14.25

Wann en ADR zur Stëmm vun der Vernonft get, dann leeft et esou richteg schief an der Regierung! Iwwert eng Dekade Meisch an där ganz Generatiounen hier Zukunft ruineiert kruuten geht duer!

Grober J-P.
10. Oktober 2025 - 11.14

" international annerkanter Bac " Haben Sie sich mal angeschaut was diese BACs so drauf haben, naja !!! ? Meistens viel, sagt man, Bling, oder so ähnlich?
Da lob ich mir aber ein Certificat de fin d'études secondaires eines einheimischen ...

JUNG LUC
10. Oktober 2025 - 10.11

Herr Keup hat abolut Recht. Bei den nächsten Wahlen wird die Regierung eine Überraschung erleben. Die Konservetiven wählen die CSV nicht.

Gerard
10. Oktober 2025 - 10.02

Ech si kee Frënd vun der ADR mee wou de Keup recht huet do huet e recht.

JJ
10. Oktober 2025 - 8.29

Man lasse diese "Nuss" doch einmal für ein Jahr an die Macht.Dann kann er zeigen was er nicht kann. Dasselbe gilt für die AfD in Deutschland. Maulen ohne Alternative.

Reinertz Barriera Manfred
10. Oktober 2025 - 6.22

Was die Politik von Herrn Meisch angeht, so scheint es klar dass die Politik immer mehr neue Schultypen der anderen Art (internationale und Europa Typ Schulen sowie die Französiche Einschulung) langfristig nach dem Gresham Gesetz bewirken wird dass der luxemburger Standard Schulen Typ an Bedeutung verlieren wird, da hat Herr Keup wohl Recht, denn in der grossen Wrlt ist ein international annerkanter Bac ( English / Français) immer einfacher einzustufen als ein lokal Luxembourger Certificat de fin d'études secondaires eines einheimischen Lycee...

Grober J-P.
9. Oktober 2025 - 22.40

Richtig H. Keup, man sollte alle dazu zwingen Luxemburgisch zu lernen. Punkt.
Sagte meine Mam auch, musste damals aber nur Deutsch ..........