Di., 11. August 2020

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  1. Süden /

    Ja die Brennstoffzelle könnte durchaus eine bedeutende Rolle in der Zukaunft spielen Allerdings gibt es bisher kaum Fahrzeuge und die Preise für Brennstoffautos liegen sogar noch einiges über den reinen Elektro Autos. Aber was nicht ist kann ja noch werden Auf jeden Fall eine begrüßenswerte Initiative von Nicolas.

  2. Grober J-P. /

    Hallo Monsieur Helmut, die Südkoreaner fahren auch mit Wasserstoff!

  3. sam kleeblatt /

    Prina bericht. Ich finde es jedoch dumm die Bahn mit wasserstoff anzutreiben wenn es direkt mit Elektro Strom machbar ist

    • L.Marx /

      @ sam kleeblatt : Ist in D vorgesehen um bei positiven Test-Erfahrungen auf nicht-elektrifizierten Nebenstrecken die Diesel-Maschinen und Triebzüge zu ersetzen. Auf elektrifizierten Strecken wird der Strom natürlich auch weiterhin direkt aus der Oberleitung kommen

  4. Josy Miersch Junior /

    Endlich bewegt sich etwas immer mehr in Richtung Zukunft als Energieträger.
    Dies entgegen allen Lobbys und Nörgler !

  5. Claus-Rüdiger Martin /

    Weitere, größere, bislang nicht bedachte Argumente für Wasserstofff.

    – 1. Umsetzbarkeit im Weltmaßstab –
    Die Umsetzbarkeit von Akkuladestrukur im Weltmassstab ist nicht gegeben. Sie ist finanziell nicht einmal für ärmere Länder der EU leistbar, zumal die Materialien für Kabel und Akku bei zunehmenden Bedarf teurer würden. –D.h. die globale Klimawirksamkeit ist mit Akku nicht gegeben !– Denn Akku- Zweit- als auch Erstwagen (die dafür in erster Linie Frage kämen) wären für Fahrten ausserhalb von Deutschland/Benelux/Ö/CH nicht zu gebrauchen. H2 wegen der größeren Reichweite bei geringerer Tankstellendichte sehr wohl. So wird die ärmere Welt (ab armem Europa schon) erst recht Südamerika, Afrika, Asien bei Kohlenwasserstoff-verbrennung bleiben und sogar, da ohne Wasserstoffwirtschaft, weitere Atomkraftwerke zur Stromversorgung bauen und weiterhin ölbetriebene Mobilität und Stromerzeugung (Dieselkraftwerke/-generatoren, auch privat, Wasserpumpen für Hochhäusser, Entsalzungsanlagen etc.) verwenden. –

    -2. Transport-
    Wasserstoff kann günstig weltweit die vorhandene Verteilstruktur wie gehabt mittels Tankfahrzeugen überall flexibel ! nutzen. (Strassen, Schiene, Wasserwege, Gasleitungen.) Kleinere Schienenwege können mit H2 billiger oberleitungsfrei, somit sturmfest und störungsfrei, „elektrifiziert“ sein. Mit Akku nicht. Ladezeiten benötigten Rangierarbeiten und -zeit.-

    -3. Blackout ausgeschlossen –
    Überall wo Wasserstoff erzeugt, gelagert, verwendet wird erzeugt er dezentral und lokal eigenen Strom. Die Stromversorgung heute und von Akkuladestruktur ist von augenblicklicher Intaktheit eines zentral digitalgesteuerten Stromnetzes abhängig. Wasserstoffstrom ist es nicht. Mit H2 ist ein zentraler digitaler Anschlag nicht möglich. Wasserstoff hat zwei Speicher- =Pufferorte, im Auto als auch in der Tankstelle. Bei Wasserstoffwirtschaft inklusive Heizung ein dritter Ort im Heizungskeller. – Ein allgemeines Stromnetz wird bestehen bleiben.-

    -4. Eigenproduktion/ polit. Unabhängigkeit –
    Durch Eigenproduktion von Wasserstoff im Norden durch Wind, im Süden solar, besteht politische Unabhängigkeit bzgl. Energie. Durch lokale Eigenspeicherung, Ausgleich bezgl. Tag/Nacht, Sommer/Winter, hier Versorgung durch umweltsaubere Wasserstofftanker. –

    -5. Handelsbilanz und Entwicklung-
    Die Befreiung der Handelsbilanz von Energieimport durch Eigenproduktion von H2- Energie setzt bei ärmeren Ländern Kapazitäten bezgl. Entwicklung frei.-

    -6. Universalität Wasserstoffwirtschaft-
    Wasserstoff ist universell einsetzbar für Mobilität, Heizung, Kühlung, Eigenstromversorgung (statt Dieselaggregate u.a. zur Wasserver- und entsorgung,Entsalzung). Von Fahrrad bis Großfahrzeugen, Trucks, Zügen (Niedersachsen!) und Schiffen.-

    -7. Umsetzbarkeit bezüglich Übergang.-
    Im Gegensatz zur Akkuladestruktur können vorhandene Tankstellen bei H2 den Übergang leisten, da sie ihre Größe behalten. Vorhandene Tankstellen sind zum Stromladen wegen Platzmangel praktisch nicht nutzbar.
    – Öffentl. Ladestellen dezimieren massiv Dauerparkplätze. 20%Ladestellen bedeuten 20% weniger Dauerparkplätze. –

    -8. Anfangs zunehmender Verkauf von Akkufahrzeugen täuscht.-
    Er beruht ausschließlich auf Zweitwagen mit Eigenlademöglichkeit zuhause. Sowie Arbeitsflotten, bei denen sich zunehmend herausstellt, dass Ladezeit die Nutzungszeit reduziert.
    – Darüber hinaus wird der Verkauf von Akkufahrzeugen bei ausschließlich Laden im öffentlichen Raum stoppen. (Suchen/Warten auf eine freie Ladestelle (auch wenn app-assistiert), Ladezeit verbringen, verpflichtetes Verlassen der Ladestelle, erneutes Suchen von dezimiertem Dauerparkplatz. Und das vorzugsweise vor und nach der Arbeitszeit, Firmenparkplätze sind und bleiben selten. Wegen der Ladeplatzprobleme fördert Norwegen/Oslo bevorzugt Wasserstoff-Autos im öffentlichen Raum vor Akkuwagen. –

    -9. Stromgroßtrassen- Der Bau der anschlagsgefährdeten! in 2m Tiefe 2000km langen Stromgroßtrassen ist nicht notwendig bei Verwendung schon von vorhandenem Gasnetz für H2.-

    -10. Praktikabilität-
    Wegen langer Ladezeit und kurzer Reichweite geschieht gegenwärtig ein Wechsel zu Wasserstoff bei Arbeitsflotten. Ladezeit kostet Arbeits/Nutzzeit. Bei Reichweite von 200km muss schon bei 150km eine freie Ladestelle gesucht werden.Zusätzliches großes Gewicht auch eines leeren Akkus gibt es bei H2 nicht. Das Unfallverhalten ist bei H2 unproblematischer (keine Explosions-/zBrandgefahr), während und nach (Starkstrom, Brandgefahr des Akkus) dem Unfall. Der Recyclingsumfang ist bei H2/Brennstoffzelle erheblich geringer, kostengünstiger. Der Verbrauch von seltenen Erden geringer.-

    • L.Marx /

      @ Claus-Rüdiger Martin: Sie haben vergessen, zu erwähnen, dass man halb Afrika umpflügen müsste um an die seltenen und teuren Rohstoffe zur Herstellung der Batterien zu kommen.

      • Helmut Hoedt /

        Die Verfahren sind anders schreiben Sie uns per Mail wir senden Ihnen Info

  6. Jacques Zeyen /

    Bravo. Endlich. Energie ohne Ende und sauber dazu.
    Der Wasserstoffmotor könnte längst Realität sein wenn die nötigen Mittel bereitgestanden hätten.
    Und vielleicht können wir,Dank des Wasserstoffs,bald damit aufhören die Natur mit Windrädern zu zuspargeln
    denn auch die Wasserstofffusion wird kommen

    • L.Marx /

      @ Jacques Zeyen Den Wasserstoffmotor gibt’s längst. Es ist ein Elektromotor. Zur Waserstoffherstellung braucht es Strom, die Windräder werden wir also trotzdem brauchen. Und Wasserstofffusion? Naja. Die wird irgendwann kommen. Die Erde als sterbenden Stern werden Sie und ich aber wohl nicht mehr erleben.

  7. Heng /

    Dat ass mol wierklech eng gutt Iddi! Hoffentlech gëtt se och konsequent ëmgesat, sou wéi den Här Martin dat hei beschriwwen huet.

  8. Michel Konrad /

    Ich finde es toll das so viele positiv auf diese Nachricht reagieren. Würde es auch begrüßen dass Frankreich mit dieser Initiative Erfolg hat. Denn die Gefahr ist groß dass es sich wiederholt um Luftschlösser der Grande Nation (mit minderwertigkeitskomplexen) handelt. Nichtsdestotrotz toitoitoi.

  9. L.Marx /

    Wasserstoff löst zwar das Transportproblem für die elektrische Energie (schwere, teure Batterien deren Produktion enorme Umweltbelastungen bedeutet). Elektrische Energie wird aber trotzdem noch immer gebracht. Denn der Wasserstoff muss ja durch Elektrolyse hergestellt werden. Mit Wasserstoff betriebene Busse gab es in den 1990er Jahren übrigens auch schon bei den AVL in Luxemburg. Nur sprach damals niemand von Wasserstoff-Antrieb sondern von Brennstoffzellen-Antrieb. gemeint war aber genau das gleiche So wie man in den 1990ern auch von Recyling sprach und damit im Kern das gleiche meinte, was uns heute von den gleichen Leuten als Kreislaufwirtschaft neu verkauft wird.
    Dass die Franzosen sich oft als Lokführer vorkommen und dabei nicht merken dass sie in einem der hinteren Wagen eines schon rollenden Zuges sitzen (frei nach X. Bettel) ist nicht neu. Ist wohl so eine Art “Grande-Nation-Komplex”.

  10. F.Wagner /

    Ausgezeichnet Herr Martin. Ich frage mich schon seit 20 Jahren warum niemand, auch die Grünen nicht, den H2 fördern!

  11. Hubertus Rau /

    Wasserstoff muss nicht zwingend aus Elektrolyse hergestellt werden. Er kann auch aus Biomasse mittels thermochemischer Vergasung produziert werden. Es könnten Flächen genutzt werden, die nicht für die Lebensmittelherstellung benötigt werden. Ein weiterer Rohstoff für diese Art der Herstellung ist organischer Abfall. Eine Tank-oder-Teller-Diskussion erübrigt sich damit.

    Mit der Einführung von Wasserstoff als Energieträger könnte die gesamte Energiewirtschaft auf saubere Energie(-träger) umgestellt werden. Es betrifft sowohl die Automobilindustrie als auch die stationäre Nutzung von Energie.

    Die Entwicklung dieser Produktionstechnologie wird u. a. bei Fraunhofer UMSICHT vorangetrieben.

  12. Thomas Bosch /

    Das ist alles schön und gut, aber nichts Neues. Es gab bereits anfangs der 80er Jahre Pläne einer globalen Wasserstoffinfrastruktur. Diese wurden damals wie heute nie in die Tat umgesetzt weil der Wirkungsgrad einfach katastrophal ist! Dieser ist sogar immer noch um ein vielfaches geringer als mit fossilen Brennstoffen.
    Bei der Herstellung (Elektrolyse), so wie beim Transport (Kompression, Herstellung stabiler und dadurch schwerer Tanks wegen des hohen Drucks, Temperaturunterschiede, etc.), das viel aufwendigere Umfüllen (Betankung, Lagerung, Sicherheit) und nicht zuletzt der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle oder des Verbrennungsmotors an sich. Die Energiebilanz ist so schlecht dass man zumindest mit dem heutigen Stand der Technik nur den Kopf schütteln kann über solche Pläne…

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