Mi., 18. Mai 2022



  1. HeWhoCannotBeNamed /

    So sehr ich kritisches Denken begrüße, so sehr ich akademische Projekte zum Thema Zusammenleben schätze, so sehr missfällt mir diese plakative und einseitige Betrachtung der Escher Verhältnisse. Hier werden wieder „woke“ Klischees des alten weißen Mannes forciert, zudem, wie es scheint, ohne die politische Geschichte Eschs zu kennen – was hätten die StudentInnen wohl VOR den letzten Wahlen beanstandet? Man mag nicht mit der politischen Couleur und den Projekten des Schöffenrats einverstanden sein (so wie ich) – aber was hat das bitte mit der Person des jeweiligen Schöffen zu tun? Zum Thema Brillplatz : es mag sein, dass viele (oder die meisten) die aktuelle Gestaltung als nicht besonders gelungen bezeichnen werden – aber bleibt er nicht auch ein Symbol des Aufschreis der Escher Bevölkerung gegen das Projekt Heller?
    Und wieso wird hier der „Blick von außen“ mit „neutral“ gleichgesetzt? Was würde passieren wenn ich die politische Marschrichtung einer vergleichbaren Stadt in Puerto Rico (oder sonstwo) kritisieren würde – man würde mich wohl des Neo-Kolonialismus beschuldigen (zu Recht übrigens). Vieles wird hier dargestellt als wäre die Escher Bevölkerung nicht imstande über ihr eigenes Los zu entscheiden…
    Zusammenfassend : gute Absichten, plakative und bevormundende Umsetzung. Danke für ihre Präsentation.

  2. Sammy /

    Ich hab ‚mal einen Kollegen gefragt warum er noch immer in Esch wohnt. Weil man mit 3000 Euro Monatsgehalt King of Esch ist.

  3. Jemp /

    In Esch gab es doch mehrere Bürgermeisterinnen. Soweit ich weiß, sind die auch von Frauen abgewählt worden.

  4. Jacky Wano /

    Fühle mich auch mit 8000 im Moment sehr wohl in Esch, sorry😉. Und was heißt hier Esch? Lieber in Bonneweg wohnen als in Wobrécken? Wir nicht!

  5. Nombre /

    @HeWhoCannotBeNamed als Puerto Rikaner, der in Luxemburg wohnt, war es für mich eine echte Überraschung, dass Sie die Insel als Beispiel genommen haben, da die politische Situation von Puerto Rico nicht verstanden oder einfach ignoriert wird in Europa. Ich meine natürlich nur Laien, nicht Politiker oder Diplomaten (obwohl es mich nicht überraschen würde, wenn einige Politiker keine Ahnung davon hätten). Leider muss man immer davon ausgehen, dass Leute in Europa überhaupt nicht wissen, dass Puerto Rico kein unabhängiges Land ist. Eine Diskussion über die Situation von Puerto Rico ist daher notwendig und begrüßenswert.

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