Eine Ausstellung, die niemanden kaltlässt

Für angeregte Diskussionen untern den Besuchern sorgte die Ausstellung „Ego-Tunnel“ von Gregor Schneider. Auf der ersten Etage sind fast leere Zimmer vorzufinden. Im Badezimmer sind die Wasserhähne am Waschbecken und in der Dusche geöffnet, doch die Armaturen sind blockiert und das fließende Wasser lässt sich nicht abstellen. Erste Versuche, die Botschaft des Künstlers zu verstehen, scheinen bei vielen eher im Nichts zu landen. Was für eine Wasserverschwendung, mag sich wohl der ein oder andere Besucher gedacht haben. Weiter geht die Visite zurück in den Flur und mit dem Aufzug weiter nach oben. Die gleichen Räume, bis auf winzige Details identisch mit denen in der ersten Etage. Befinden wir uns in einem gefühlskalten Plattenbau irgendwo auf der Welt – oder vielleicht doch in Deutschland oder Luxemburg? In einem französischen HLM? Möchte der Künstler auf das oftmals triste Leben in perspektivlosen, monotonen Hochhäusern hinweisen? Fragen über Fragen … Auf dem Weg durch die Ausstellung begleite ich Christian und Claude. Der Künstler und seine Kreationen in Form von Räumen sind den beiden bisher unbekannt. Intrigant und spannend finden sie es allemal. Weiter geht’s ins dritte Stockwerk … in den Keller. Ja, Sie lesen richtig: in den Keller – im dritten Stock! Oder fuhr … Eine Ausstellung, die niemanden kaltlässt weiterlesen