So., 20. Juni 2021



  1. Grober J-P. /

    Bedingungslose Digitalisierung, nein danke. Schon meine Kinder haben manchmal Schwierigkeiten sich im digitalen Wust zurechtzufinden und die sind mit Computern aufgewachsen. Habe mal versucht bei Guichet.lu, da sind Gottes Wege manchmal unergründlich. Die müssen besondere IT Spezialisten haben.

    • DanV /

      @ Grober J-P.

      Ja, genau. Da werden Begriffe benutzt, die nur sie kennen, da werden Umwege gebaut, die für den Nicht-Programmierer unverständlich sind. Links, die ausschauen, als ob sie zu Formularen führten, münden auf meterlange Erklärungen ohne Formular . Und hat man sich dann mal einen Weg oder einen komischen Begriff aufgeschrieben, ist der beim nächsten Mal schon wieder anders. Guichet.lu ist eine verdrehte Welt.

      Intuitiv ist definitiv ganz anders. Eigentlich erstaunlich, denn auf nicht-staatlichen Seiten klappt das mit der Intuition ja meistens wunderbar.

      • jeff /

        guichet.lu ass am Ganzen net schlecht well engem vill „physesch“ démarchen erspuert blaiwen.Ech muss zwar soen,dass den update vun enger ofgeschlossener démarche net emmer „up-to-date“ ass oder nie updated get,wei et mat menger Steiererklärung de Fall war.Ech hat den update eigentlech mat der Post kritt..egal.Des Weideren hun ech gemierkt dass nach vill „bugs“ an der Finalisatioun vun den pdf-Dokumenter besteht.Soss kann ech neischt dergeint soen an hun emmer dei Dokumenter kritt,dei ech gebraucht hun.

  2. Grober J-P. /

    Sohnemann meinte es läge nicht am IT sondern an meinem IQ. Schade ich bin nicht gemacht für diese Cyberwelt.

    • jeff /

      richtig.Mein Jüngster kuckt mich manchmal an,wenn es um IT geht als ob ich senil ware.Dabei arbeite ich im IT Bereich 🙂 .Nun ja,mit 59 bin ich ja auch ein alter Knacker und gehöre zum alten Eisen.
      Wir wissen noch,was ein Programm ist und wie es zustande kommt.Die Jugend sind eigentlich nur die Nutzer.Jedoch sind sie sehr schnell im assimilieren der Software (oschon sie keine Borgs sind).

  3. MarcL /

    Bei allen Vorteilen der Digitalisierung sollte man die negativen Seiten nicht ausser Acht lassen. Ein paar Apps für die Bürger sind eher Kleinkram. Wenn es uns nicht gelingt die technologische Entwicklung nachhaltig zu gestalten unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer politischer und sozialer Aspekte haben wir etwas falsch gemacht.

  4. DanV /

    Zwangsdigitalisierung gibt’s schon lange. Vielleicht nicht beim Bürger, aber auch der wird regelmässig darauf hingewiesen, sich auf myGuichet das nötige Formular runterzuladen.

    Zwangsdigitalisierung passiert schon seit dem 1. Januar 2013, seit Einmannbetriebe und andere Mikrofirmen mittels aggressiven Briefen und der Androhung hoher Strafen hart und kompromisslos dazu gezwungen wurden, ihre Mehrwertsteuer online zu erklären oder sich von einer „Fiduciaire“ abhängig zu machen. Da „Fiduciaires“ an solch kleinen Betrieben nicht wirklich interessiert sind und lieber große Kunden bedienen, standen diese Mikrobetriebe plötzlich vor genau dieser Situation: Gib auf oder geh auf die Drangsalierung ein und „digitalisier dich“ oder du kannst dich vor staatlicher Verfolgung nicht mehr retten. Denn die Mehrwertsteuer will der Staat trotzdem, auch wenn er die Erklärung nicht mehr auf Papier will.

    Digitalisierung passiert ohne Rücksicht auf Verluste. Man sieht es ja gerade bei der Klage, die die ULC vorbereitet. Nicht-digitalisierte Bankkunden werden gnadenlos ausgebeutet. Digitalisierung wird aggressiv durchgedrückt und das auf Kosten der Menschlichkeit.

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