Fr., 2. Dezember 2022



  1. JJ /

    “ Wir Weißen seien alle Rassisten,..“ Eine neue Art Hexenjagd.Was kommt noch auf uns zu? Winnetou,Tintin,das „Negerlein“ in der Weihnachtskrippe,oder vielleicht Robinson Crusoe,der sich einen schwarzen als Hausdiener leistete.Alles zur Ächtung freigegeben? Wie wär’s mit “ Alle Deutschen sind Nazis“ oder „Alle Männer sind Sexisten!“ Liegt es vielleicht an unserer Unfähigkeit mit Geschichte fertig zu werden oder zu verallgemeinern? Das Schlimmste wäre sicher,dass man seine Meinung nicht mehr frei äussern dürfte,aus Angst jemandem ans Schienbein zu treten. Seit Äonen schlagen wir uns wegen Rassismus und Religionen die Köpfe ein.Vielleicht sind die Diskussion und die Aufarbeitung der einzige Weg.Nicht Verbot und Zensur.

  2. Intebinni /

    Aiie, da hat sich der Herr Campagna wieder einmal selbst übertroffen. Eins muss ich Ihnen lassen, Sie haben sich viel Mühe gegeben so wirr wie möglich zu argumentieren. Dieser Beitrag zeigt leider wieder einmal dass der Autor nur wenig Verständis von Recht, Menschenrechten und Diskriminierung hat.

    Dass die sogenannte „Cancel culture“, dh . das Recht Kritik an der Intoleranz auszuüben, vielleicht ein Teil der Meinungsfreiheit ist, scheint dem Herrn Philosophen nicht einleuchten zu wollen. Dass die Leute Rassismus kacke finden und unsere Tintins kritisieren, ist auch wirklich ne Schweinerei. Wou kommen mer dann nach hinn! Naja, ist auch einfacher das alles wegzudenken und Nazivergleiche zu machen. Selbstkritik ist lästig und zu anstrengend, vor allem wenn man ein wichtiger Autor von über 30 Büchern ist! Und dann auch noch Philosophie, Psychologie, Geschichte und English! Such knowledge, much Wow!

    „Wenn ein Homosexueller etwas als homophob empfindet, dann ist es auch homophob. Warum sollte dies nicht auch für Freunde der Kunstfreiheit gelten“ – autsch…dieser Satz resümiert Ihre Ignoranz sehr gut. Sie vergleichen allen Ernstes Kritik an Rassismus, Homophobie, Xenophobie, Antisemitismus etc. mit Kunstkritik. Das tut schon weh.

    Man kann und muss die Aussage von Frau Jacobs in manchen Fällen relativisieren – es ist nicht unbedingt alles homophob – allerdings sollte das ein sehr starkes Indiz dafür sein wenn betroffene Minoritäten, die historisch gesehen Opfer der Diskriminierung waren, etwas als diskriminierend empfinden. Das Empfinden sollte man nicht voreilig ignorieren. Die Geschichte zeigt uns, dass sie meistens Recht hatten. Aber naja, dass Sie die Bedürfnisse und Diskriminierung der LGBTIQ+ Personen nicht verstehen können, das haben sie bereits zu genüge in Ihren jeweiligen Beiträgen bewiesen.

    Faszinierend, wie Menschen, die ihre intolerante Ansichten verbreiten wollen, selber nach Toleranz schreien sobald sie kritisiert werden. Das wäre fast amüsant, wäre es nicht so traurig und alarmierend. FYI: Die Menschenrechtskonvention schützt keine intoleranten Meinungen.

    Bedenklich, dass die Uni Luxemburg Sie auf junge Leute loosslässt. Ich hoffe dieser Kommentar war nicht zu „woke“ für Sie. Keine Angst, ich will Sie nicht cancellen, ich will Sie nur darauf hinweisen, dass Sie sich etwas mehr mit dem Thema beschäftigen sollten. Die Urteile des Menschenrechtsgerichtshof (https://www.echr.coe.int/Pages/home.aspx?p=caselaw&c=fre) können sehr lehrreich sein 🙂 Vielleicht sollten Sie auch einmal bei Ihren Kollegen der juristischen Fakultät vorbeischauen, wäre sicherlich interessant

  3. Phil /

    „…dass eine demokratische Tyrannei weitaus wirksamer ist als die Inquisition, da in ihr ein derartiger geistiger Druck ausgeübt wird, dass die Menschen nicht einmal mehr auf den Gedanken kommen, etwas Verbotenes zu publizieren.“

    Eine demokratische Tyrannei… hmm, eine demokratische Tyrannei… das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Was unsere aktuellen Zeiten betrifft ist da was Wahres dran.

    Sehr gute Wortwahl, genau wie Ihr Forum-Artikel, Herr Campagna!

  4. norbert.campagna /

    An Intebinni.

    Ich habe etwa ein Dutzend wissenschaftliche Bücher zum Thema Cancel Culture gelesen, und Sie Intebinni?
    Dann möchte ich auch sagen, dass ich homosexuelle Personen und Transpersonen als Menschen nicht nur toleriere, sondern auch respektiere und dass ich wie jeder vernünftige Mensch es tut, jede Form von Gewalt, physischer oder verbaler Natur, gegen sie verurteile. Nur sehe ich es nicht als homophob an, wenn ein Szenarist keine homosexuelle Rolle in einem Film vorsieht. Dass sexuelle Minderheiten lange diskriminiert wurden ist wahr, leugne ich nicht, aber heisst das, dass sie jetzt darüber entscheiden sollen, was man über sie sagt? Kennen Sie den Fall von Kathleen Stock und heissen Sie das gut, was Transaktivisten gegen sie getan haben? Und Stock ist kein Einzelfall, wie ich aus meinen Lektüren erfahren habe. Überall spielen selbsternannte Vertreter von Minderheiten die Rolle einer thought police.
    Ja, man lässt mich an der Uni auf Studenten los, und diese Studenten bewerten mich am Ende eines jeden Semesters. Und diese Bewertungen geben mir den Mut, weiter gegen jede Ideologie, ob von rechts oder links, ob von Homoaktivisten oder Heteroaktivisten weiterzukämpfen und vor der Wissenschaftsfeindlichkeit und Dialogfeindlichkeit der Fanatiker aller Couleurs zu warnen. Und was jemand von mir hält, der nicht einmal den Mut hat, mit seinem Namen zu unterschreiben, müsste mich gleichgültig lassen, aber vor solchen feigen Menschen will ich auch warnen, was ich hiermit tue. Und letzter Punkt: Ausser Unterstellungen und persönlichen Attacken finde ich nichts in Ihrem Text. Sie raten mir, einen Blick in die juristische Fakultät zu werfen. Ich rate Ihnen, überhaupt einmal einen Blick in eine Fakultät zu werfen.

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