Umwelt / Für den WWF ist die EU der zweitschlimmste Waldzerstörer
Eine Luftaufnahme zeigt das Abbrennen von Land in Kolumbien, um unerwünschtes Gestrüpp und Unkraut zu beseitigen und damit Platz für die Viehzucht zu schaffen (Foto: dpa/WWF-UK/Luis Barreto)
Die Europäische Union trägt eine große Mitschuld an der Abholzung des Regenwaldes. Auf der „Weltrangliste der Waldzerstörer“ liegt der Staatenverbund auf Platz zwei hinter China.
Zwischen 2005 und 2017 wurden jedes Jahr etwa 5 Millionen Hektar tropischer Regenwald für die Landwirtschaft umgewandelt. Das Land, einst reich an Arten, wird nun unter anderem genutzt, um Soja anzubauen, Palmöl zu gewinnen, Rinder zu züchten oder Holzplantagen anzulegen. Die so gewonnenen Produkte werden international gehandelt und finden ihren Weg auch nach Europa. Dort landen sie in Supermarktregalen oder im Falle von Soja als Futtermittel im Stall.









Ohne die Forderung nach dem Erhalt des Regenwaldes in Frage zu stellen : der WWF ist eine recht umstrittene Organisation, dessen Gründungsväter und Vorsitzende zum Teil auch aus Adligen und Wirtschaftsleuten bestand, die der Jagd nicht abgeneigt waren. Die Organisation ist mit der Privatwirtschaft verstrickt. Vor allem aber scheinen sie keinen Skrupel zu haben, die Rechte der Indigenen in diesen Gebieten hinter den Interessen des Westens anzustellen – und das zum Teil mit Gewalt. Es existieren mittlerweile sozialwissenschaftlich fundierte Recherchen und Bücher zu diesem Thema (z.B. Guillaume Blanc, L’invention du colonialisme vert, Flammarion 2020).