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17 Retter treten in Sanem aus Protest zurück

17 Retter treten in Sanem aus Protest zurück

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Was ist in Sanem los? Wie Bürgermeister Georges Engel (LSAP) bei der Sitzung des Schöffenrats am Freitag bestätigte, sind im Rettungszentrum SaDiff 17 freiwillige Einsatzkräfte zurückgetreten. Die Rücktritte, erklärte Engel, seien auf „interne Meinungsverschiedenheiten“ zurückzuführen.

Laut Gemeinderätin Myriam Cecchetti („déi Lénk“) könnten „Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen und verschiedene Aspekte der nationalen Reform im Rettungswesen“ zu diesem Schritt beigetragen haben.

Einsatzzentrum funktioniert noch

Thierry Ternes, Chef des Rettungszentrums, erklärt gegenüber dem Tageblatt: „Wir sind noch immer einsatzbereit und funktionieren.“ Er selbst sei nicht über den Rücktritt informiert gewesen. „Ich war überrascht. Mit mir wurde zu keinem Zeitpunkt gesprochen“, sagt Ternes. Die Erklärungen seien direkt an den Direktor der Luxemburger Rettungsdienste übergeben worden.

Im Zuge der Reform der Rettungsdienste in Luxemburg waren die Einsatzzentren der „Protection civile“ von Differdingen und Sanem am 1. Januar unter dem neuen Namen „SaDiff“ zusammengelegt worden. Laut Ternes ein „demokratischer Prozess, in den jeder miteinbezogen war“. Als Hauptquartier dient das alte Einsatzzentrum in Sanem, das ausgebaut wird. Insgesamt besteht die Mannschaft des SaDiff Ternes zufolge aus acht Berufsrettern und 60 aktiven Freiwilligen.

Die Zivilschützer, die ihren Rücktritt eingereicht haben, verrichteten vorher allesamt im Sanemer Rettungszentrum ihren Dienst. Aber nicht alle von ihnen waren laut Ternes im aktiven Dienst. Für Ternes schadet die Aktion dem Image der Rettungsdienste in Luxemburg. „Ich muss das hinnehmen – aber ich finde das falsch, dass hier unnötige Propaganda gemacht wird.“

sen/FH

Scholnier
28. Januar 2018 - 8.47

Das Dankeschön ist den freiwilligen Feuerwehrmännern gewiss, aber die Art und Weise wie sie mit einem Fußtritt zur Hintertüre. hinauskomplimentiert werden fragwürdig.

Wehnert Achim
27. Januar 2018 - 18.01

Mir können frouh sin dass mir all déi Zait elo dén "Job" als Fraiwellegen gemaach hun,et ass bewonnernswert wéivill Stonnen all déi vun Pompjéeen an protection civile fir d'Allgeménghéet geléescht hun,dofir gebührt hinnen voll Unerkennung.Also ech zéihen main hut virun all dénen,wou sech fir d'Wuel fir d'Gesellschaft angesaat hun,an dat och warscheinlech an Zukunft maachen.Anstatt elo vill Messmutt opkommen ze lo0ssen,wier et mol un der Zait fir all dénen Fraiwellegen vun der Portection vivile an Pompjéeen éen décke Merci ze soen fir dat wat sie all fir eis léeschten.

Jérôme
27. Januar 2018 - 16.03

@Jim Peters. Freiwillige, die alle Diplome und Führerscheine haben und auf 20-jährige oder mehr Erfahrung zurückblicken können gehen bei der Rekrutierung von Berufsagenten leer aus weil Militärabsolventen, die größtenteils aber null praktische Erfahrung haben, vorgezogen werden. Da soll kein Missmut aufkommen ? Allez !

Jim Peters
27. Januar 2018 - 12.18

@scholnier
Ihrer Aussage kann ich nur beiwohnen.
Das Prinzip war gut gemeint jedoch hat man bei der Umsetzung überhaupt nicht nachgedacht vor allem nicht an die Freiwilligen gedacht die noch ihren Dienst aus Idealismus tun und jetzt weggedrängt werden.

Carl Hobichen
27. Januar 2018 - 10.43

Protection civile Direktion und Minister: Wir brauchen euch Freiwillige und schätzen euch sehr (... bis wir genug Hauptberufliche haben. Dann werden wir euch nützliche Idioten vollends rausekeln)

Scholnier
27. Januar 2018 - 8.50

Mag man denken was man will, die Reform der Rettungsdienste ist ein Schlag ins Gesicht der Freiwilligen, die über Jahre ihre Freizeit für die Allgemeinheit geopfert haben.Langsam werden diese abgedrängt und durch hauptberufliche Akteure ersetzt. Den Freiwilligen bleibt nicht die Zeit alle Weiterbildungen nebst Dienst zu absolvieren, denn der Hauptberuf als Grundlage des privaten Leben hat immer noch Vorrang.Man hätte besser getan allen Freiwilligen den Status des hauptberuflichen Zivilschützers anzubieten als diese Wischiwaschi-Politik einer Zweiklassengesellschaft.