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EU baut den Anteil erneuerbarer Energien aus – Luxemburg hinkt hinterher

EU baut den Anteil erneuerbarer Energien aus – Luxemburg hinkt hinterher

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Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch in der Europäischen Union hat sich seit 2004 auf 17 Prozent verdoppelt. Dies meldete die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag. Damit sieht sich die EU auf gutem Weg, ihr Ausbauziel von 20 Prozent bis 2020 zu erreichen.

Elf der 28 Länder haben ihre jeweiligen Zusagen für 2020 laut Eurostat schon heute erfüllt. Spitzenreiter in Europa ist Schweden mit einem Anteil von 53,8 Prozent. Finnland kam auf 38,7, Lettland auf 37,2 Prozent. Luxemburg liegt mit 5,4 Prozent eher noch weit von den Zielvorgaben für 2020 entfernt. Bis dahin will das Großherzogtum einen Anteil von 11 Prozent an erneuerbaren Energien vorweisen können – dafür müsste Luxemburg seinen Anteil in den kommenden zwei Jahren mehr als verdoppeln.

Stromtrasse unter der Bucht von Biskaya

EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete mahnte zu weiteren Anstrengungen. „Erneuerbare Energien sind jetzt wettbewerbsfähig und manchmal billiger als fossile Energien“, erklärte der Spanier in Brüssel. Zudem beschäftige die Branche in Europa eine Million Menschen und ziehe Investitionen an. „Die Argumente für höhere Zielmarken und mehr Ehrgeiz sind stärker als je zuvor.“

Arias Cañete kündigte gleichzeitig eine Finanzspritze von 578 Millionen Euro für den Bau einer Stromtrasse zwischen Spanien und Frankreich an, nach Kommissionsangaben der größte jemals vergebene Einzelförderbetrag zum Ausbau der Energienetze. Die 370 Kilometer lange Leitung soll teilweise unter Wasser in der Bucht von Biskaya verlegt werden und die Kapazität zwischen beiden Ländern von 2.800 auf 5.000 Megawatt verdoppeln.

dpa/feder

Michel Konrad
27. Januar 2018 - 8.22

Benelux sollte sich schämen!