Samstag29. November 2025

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Religionsunterricht ade!

Religionsunterricht ade!
(AP/Markus Schreiber)

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Im September startet der neue Kurs „Vie et société“ in den Lyzeen. Er soll den bisherigen Religions- und Ethikunterricht ersetzen.

Im Rahmen des neuen Kurses „Vie et socété“, der ab September in den Lyzeen unterrichtet wird soll Toleranz, kritisches Denken und die Auseinandersetzung mit bedeutenden Lebens- und Gesellschaftsfragen vermittelt werden.

In den Grundschulen ab 2017/2018

Seit 2014 wird am Kurs „Vie et société“ gearbeitet. Dieser soll nun ab September im „Enseignement secondaire“ und im „Enseignement secondaire technique“ eingeführt werden. In die Grundschulen kommt der Kurs erst ab dem Schulbeginn 2017/2018.

Lange Zeit war für viele unklar, wie dieser neue Kurs aussehen soll. Viel wurde spekuliert. Gerüchte kamen auf, dass er sich nur um die Weltreligionen drehen würde. Nun steht schließlich ein mehr oder weniger fester Plan. Dieser ist sehr breit gefächert und umfasst mehrere Themenbereiche. So fließen unter anderem Philosophie, Natur- sowie Kulturwissenschaften in den Kurs mit ein.

Sechs Lernfelder

Das Fach „Vie et société“ ist auf sechs großen Lernfeldern aufgebaut: Ich, Mensch, Natur und Technik, Ich und die Anderen, Kultur und Kommunikation, Lebensformen, Welt und Gesellschaft; das letzte Feld soll sich mit den großen Fragen unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens befassen.

In den unterschiedlichen Lernfeldern werden unter anderem Themen wie die Weltreligionen, Kulturen und Sitten, Sexualität, Gewalt und Aggressionen, Partnerschaft und Liebe sowie die Funktionsweise unserer Arbeitswelt behandelt.

Internetportal

Die Themenvielfalt soll den Schülern Toleranz und Respekt in unserer multikulturellen Gesellschaft vermitteln. Außerdem soll der Kurs die Schüler zu eigenem kritischen Nachdenken über große Gesellschaftsfragen anregen. Für die Lehrer, die das Fach unterrichten, steht ein Internetportal zu Verfügung (Link).

Über dieses erhalten sie das entsprechende didaktische Material. Zurzeit würde es noch keine Bücher zu diesem Fach geben, daher könne das Lehrpersonal über dieses Portal auf Arbeitsmappen zurückgreifen, die als „Lehrerhandreichungen“ bezeichnet werden, erläutert Anne Heniqui vom Bildungsministerium. Bücher seien zwar in der Ausarbeitung, würden aber noch nicht zum diesjährigen Schulbeginn zur Verfügung stehen, so Heniqui weiter.

Lesen Sie den gesamten Artikel in unserer Print-Ausgabe (22.08.16)