Samstag29. November 2025

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Budget 2026Finanzminister Roth will Steuerzahler weiter entlasten – und mehr Geld in die Verteidigung stecken

Budget 2026 / Finanzminister Roth will Steuerzahler weiter entlasten – und mehr Geld in die Verteidigung stecken
Gilles Roth stellt die wichtigsten Eckdaten aus seinem Haushaltsentwurf in der Chamber vor Foto: Editpress/Alain Rischard

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Der Finanzministier hat seinen Budget-Entwurf übergeben – und die wichtigsten Punkte präsentiert. Auf Luxemburg kommen mehr Ausgaben in der Verteidigung zu. Für ein starkes „Miteinander“ will Gilles Roth aber auch die Sorgen der Bevölkerung angehen.

Finanzminister Gilles Roth (CSV) hat am Mittwochmorgen in der Chamber seinen Entwurf für das Budget 2026 dem Berichterstatter Maurice Bauer (ebenfalls CSV) übergeben. Anschließend hat er die wichtigsten Eckdaten aus seinem Haushaltsentwurf vorgestellt. Das große Schlagwort seiner Rede: Zusammenhalt. Die Welt befinde sich in turbulenten Zeiten – das schlage sich auch im Budget nieder. Das Luxemburger Sozial- und das Wirtschaftsmodell seien aber trotzdem imstande, miteinander zu wachsen.

Roth will 2026 die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent aufstocken. Bis 2035 sollen es dann fünf Prozent sein, um dem NATO-Ziel Folge zu leisten. Nächstes Jahr sollen 1,3 Milliarden Euro ausgegeben werden – eine halbe Milliarde mehr als noch 2025. Konkret soll das Geld vor allem in Satelliten, Cyber-Abwehr und Forschung fließen. Auch die Ukraine soll weiterhin unterstützt werden – mit 80 Millionen Euro.

Als erster europäischer Staat will Luxemburg zudem einen „Defence Bond“ auflegen. Das ist eine Anleihe zur Finanzierung von Verteidigungszwecken. Diese kann dann von Anlegern direkt gekauft werden – „steuerlich begleitet“, wie Roth dazu sagt. Das Volumen soll sich auf 150 Millionen Euro über drei Jahre belaufen. „Diese Verteidigungsausgaben sind eine Herausforderung für unser Budget“, sagt Roth in seiner Rede. „Aber durch unsere soliden Finanzen und eine innovative Finanzierung können wir sie stemmen.“

Mehr Netto vom Brutto

Der zweite große Themenblock in Roths Rede sind die Steuern. Die Regierung wolle die Bürger mehr steuerlich entlasten, damit mehr „Netto vom Brutto“ bleibt. Das soll vor allem über die geplante Einführung einer einheitlichen Steuerklasse am 1. Januar 2028 passieren. Aber auch bereits ab nächstem Jahr gibt es Neuerungen: Bei geteiltem Kindergeld wird es eine Steuergutschrift von 922,50 Euro pro Kind pro Jahr geben. 

Auch die Rentendebatte spiegelt sich in der Rede wider. Roth will steuerliche Anreize schaffen, damit Menschen länger arbeiten. Das soll über einen Freibetrag von 750 Euro pro Monat, also 9.000 Euro pro Jahr gelingen. Auch Zusatzpensionen werden verstärkt steuerlich begünstigt: mit 4.500 Euro anstatt bisher 3.200 Euro pro Jahr.

Zudem sollen die Schwächsten der Gesellschaft „gezielt“ unterstützt werden. Dazu sollen die Teuerungszulage und die Energieprämie auch 2026 bestehen bleiben, sagt Roth. Kostenpunkt: 120 Millionen Euro. Revis-Empfängern werden die Subventionen automatisch ausbezahlt.

Mehr Wohnungsbau

Der Finanzminister will auch für die größte Sorge der Luxemburger etwas tun: den Wohnungsbau. „Der Staat übernimmt seine Verantwortung“, sagt er. Neue Akzente sollen gesetzt werden. Dafür will Roth in den nächsten vier Jahren rund zwei Milliarden Euro ausgeben – unter anderem für VEFA-Aufkaufprogramme und große Bauprojekte. 

Vermieter sollen ebenfalls mehr Unterstützung vom Staat erfahren, namentlich die „Bailleurs sociaux“. 28 Millionen Euro will Roth in den nächsten vier Jahren in „Zuwendungen“ stecken. Aber auch Mieter erhalten mehr Geld: Die Zuschüsse für Mieten sollen von 45 Millionen Euro 2026 auf 60 Millionen Euro 2029 steigen.

Reinertz Barriera Manfred
8. Oktober 2025 - 13.05

Ein guter Finanzminister, der die Steuerzahler entlasten will, weiter so in dieser Richtung...

Philippe
8. Oktober 2025 - 11.49

Här Roth souweit Ech liesen ass fir Mech neischt derbei, resp muss bezuelen fir eng Retsch Revis Bezeiher an fir Spaltung vun der Gesellschaft virunze dreiwen .
Fir Waffen an Revis sin dann genuch Euro derbei och fir die bessergestalten soss meckert DP.
Sin frou wann CSV nees fir laang Zeit an Oppositioun geschëckt gett.