Die Luxemburger Wirtschaft kommt nicht in Schwung. Das Gegenteil ist der Fall: Nach zwei Jahren in der Rezession (2022 und 2023) und einem Jahr mit schwachem Wachstum (plus ein Prozent) wurde in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erneut ein Schrumpfen gemessen: Laut einer ersten Schätzung des Statistikinstituts Statec lag die Wirtschaftsleistung im Großherzogtum in den Monaten Januar bis März 0,4 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums und ein Prozent unter der des letzten Quartals 2024.
Hauptverantwortlich für den BIP-Rückgang war der Finanzsektor, wo die Wertschöpfung um 3,9 Prozent im Quartalsvergleich eingebrochen ist. Daneben hat auch die Industrie, mit einem Minus von 12,9 Prozent, einen drastischen Einbruch verbucht. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum beträgt das Minus sogar 14,1 Prozent.
Seit vielen Jahren bereits schrumpft in Luxemburg das Gewicht der Industrie. Letztes Jahr ist ihr Anteil nun erstmals unter fünf Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung gefallen. In keinem anderen europäischen Land hat sie weniger Gewicht.
Finanzsektor belastet Entwicklung
Positive Impulse kamen zu Jahresbeginn nun hingegen aus dem Bausektor, der gegenüber dem letzten Quartal 2024 zulegte, sowie aus dem Handel, Transport und Gastgewerbe und dem Staat. Was das Bauwesen betrifft, so wird im Jahresvergleich, gegenüber dem ersten Quartal 2024, jedoch weiterhin ein Minus gemessen.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die anhaltenden Schwierigkeiten der luxemburgischen Wirtschaft. In den letzten fünf Jahren befand sie sich während drei Jahren in der Rezession. Hintergrund ist vor allem die negative Entwicklung im Bauwesen. Wegen der schrumpfenden Zahl der Jobs in diesem Bereich hat der Privatsektor letztes Jahr sogar, netto, kaum neue Jobs geschaffen. Es war das schlechteste Jahr seit der Finanzkrise von vor 15 Jahren. Ohne das starke Wachstum beim Staat hätte die Zahl der Jobs lediglich stagniert.
Insgesamt darf jedoch auf Besserung gehofft werden: Sowohl Statec als auch die OECD und die EU-Kommission rechnen in 2025 und 2026 mit Wachstumsraten von um die zwei Prozent.
De Maart

Na, dann schneiden wir uns gegenseitig die Haare und schon steigt das Bruttosozialprodukt.
Ein simples Beispiel.
Wenn das wirtschaftliche Bestreben daraus besteht, Erdreich zwecks Verschmälerung einer Fahrbahn von A nach B zu transportiertieren, hat man zwar gearbeitet, aber Leistung hat man nicht erbracht. Lediglich den Wirkungsgrad mit der einhergehenden Einschränkung des Verkehrsflusses verschlechtert.
Die Wirtschaftsleistung ist also geschrumpft genau so wie die Anzahl der Millionäre im Länd'chen...wie traurig!