Samstag29. November 2025

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TierseiteWie man Streunern beim Überwintern helfen kann

Tierseite / Wie man Streunern beim Überwintern helfen kann
 Symbolbild: Freepik

Regen, Schnee und Frost: Der Winter in Luxemburg kann ganz schön miesepetrig sein. Da freut man sich auch als Mensch, wenn man sich es zu Hause schön warm und gemütlich machen kann. Doch Streuner, die das ganze Jahr über draußen leben, haben nicht immer einen guten Rückzugsplatz, wenn das Wetter zu kalt wird. Wir haben mit Marie-Anne Heinen vom „Privaten Déiereschutz“ darüber gesprochen, wie Tierfreunde helfen können. 

Wer eine Katze zu Hause hat, der weiß: Die stolzen Stubentiger mögen es gerne warm und kuschelig. Wie genießt man das Katzenleben besser, als sich in der prallen Sonne zusammenzurollen und vor sich hin zu dösen? Doch das derzeitige Winterwetter in Luxemburg bietet mehr Regen, Schnee und Frost als sonnige Tage. Während Wohnungskatzen oder gelegentliche Freigänger einen Platz an der Heizung des jeweiligen Dosenöffners auf zwei Beinen reserviert haben, sind Streuner auf andere Aufwärmmöglichkeiten angewiesen. Baumhöhlen, Scheunen, Gartenhäuschen oder Garagen: Dort, wo es trocken und warm ist, ziehen sich die Vierbeiner gerne zurück. Weshalb man insbesondere im Winter darauf achten sollte, nicht versehentlich die Nachbarschaftskatze einzuschließen. 

Tierfreunde, die den Streunern beim Überwintern helfen wollen, können aber auch sogenannte Katzenhütten aufstellen. „Die gibt es mittlerweile zu kaufen, aber sie sind auch sehr leicht selbst herzustellen“, weiß Katzenexpertin Marie-Anne Heinen. „Anleitungen finden sich viele im Internet. Aber am einfachsten ist es, wenn man in eine der großen Eiskisten aus Styropor ein Eingangsloch herein schneidet und sie außen mit Folie gegen die Nässe abdichtet.“ Das Material wirkt isolierend und hilft so, die Wärme im Inneren zu halten. „Man kann sie dann mit etwas Streu befüllen, was die eindringende Feuchtigkeit aufnehmen kann, und sie dann mit Decken noch gemütlicher gestalten.“

Frisches Futter und Wasser

Wer solche Katzenhütten aufstellt, sollte dies an einem trockenen, windgeschützten Ort tun, der eher ruhiger gelegen ist. Etwa im eigenen Garten, hinter Sträuchern und Büschen oder einem nahegelegenen öffentlichen Park. „Bevor man allerdings eine solche Katzenhütte außerhalb des Privatgrundstücks aufstellt, sollte man sich bei der Gemeinde informieren, ob dies erlaubt ist und/oder es bereits öffentliche Futterplätze gibt, wo eine Box gebraucht wird“, erklärt Heinen. Informationsblätter, eventuell von der Gemeinde angebracht, können darauf hinweisen, dass es sich bei den Katzenboxen nicht um einfach weggeworfenen Sondermüll handelt. 

Wer zusätzlich zum trockenen und warmen Schlafplatz den Streunern auch Futter und Wasser anbieten möchte, sollte darauf achten, dass dies nicht gefriert. „Es gibt mittlerweile spezialisierte Wasser- und Futternäpfe“, meint Heinen, „aber auch DIY-Varianten, die mit Kerzen funktionieren.“ Natürlich sollte man dabei allerdings auf den Brandschutz achten. „Wer Streuner zufüttert, sollte eine Routine etablieren, damit die Katzen wissen, wann es an der jeweiligen Futterstelle etwas gibt.“ Ansonsten gilt es, den Futterplatz sauber zu halten. 

Wer regelmäßig füttert, kann so auch ein Auge auf den Gesundheitszustand der Tiere halten. Sollte ein Tier etwas kränkeln, kann man eventuell mit Medikamenten im Futter reagieren. „Oder, wenn der Zustand akut ist und das Tier eingefangen werden muss, um es zum Tierarzt zu bringen, kann man sich bei uns melden, damit wir helfen.“ 

Katzenhütte spenden

Wer eine Katzenhütte basteln möchte, aber selbst keine Gelegenheit hat, diese auszustellen, kann sie auch dem „Privaten Déiereschutz“ spenden. „Wir nehmen das gerne an, um sie an unseren Futterstellen aufzustellen oder sie an andere Tierfreunde weiterzuvermitteln, die auf der Suche nach solchen Boxen sind.“