Samstag29. November 2025

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Nahost-KonfliktIsraels Siedlungspolitik verstößt laut UN-Gericht gegen Recht

Nahost-Konflikt / Israels Siedlungspolitik verstößt laut UN-Gericht gegen Recht
Pro-israelische Demonstranten protestieren vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen. Am Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag findet eine Anhörung zu Israels Vorgehen in den besetzten palästinensischen Gebieten statt. Foto:ANP/dpa/Lina Selg

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Fast 60 Jahre hält Israel palästinensische Gebiete besetzt. Das aber ist ein Verstoß gegen internationales Recht, sagt das höchste UN-Gericht. Das Rechtsgutachten hat hohe Brisanz.

Die israelische Besatzung palästinensischer Gebiete ist nach Auffassung des höchsten UN-Gerichts unrechtmäßig. Auch die israelische Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten verstoße gegen internationales Recht. Israel mache sich faktisch der Annektierung schuldig, stellt der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Rechtsgutachten fest.

Das Gutachten ist rechtlich zwar nicht bindend. Doch es wird erwartet, dass es den internationalen politischen Druck auf Israel weiter erhöhen wird. Der ist zuletzt wegen des Vorgehens Israels im Gazastreifen erheblich gestiegen. Dort bekämpft Israel nach dem Terrorangriff von Anfang Oktober mit Hunderten Toten die islamistische Hamas. Der Krieg hat schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung.

Die UN-Vollversammlung hatte das Gericht beauftragt zu klären, welche rechtlichen Folgen die fast seit 60 Jahren andauernde Besatzungspolitik Israels hat. Das war zwar lange vor Beginn des Gaza-Krieges. Doch auch westliche Kritiker Israels können sich nun gestärkt sehen, Israel zu einem Rückzug zu bewegen und der Gründung eines palästinensischen Staates zuzustimmen.

Israel hatte das Westjordanland, den Gazastreifen und Ost-Jerusalem im Sechstagekrieg von 1967 besetzt. Die Palästinenser beanspruchen diese Gebiete aber für einen eigenen Staat. 2005 hatte Israel Gaza wieder verlassen, aber kontrolliert weiter Grenzen zu Land, Wasser und in der Luft.

Es ist das zweite Rechtsgutachten des Gerichtshofes zur Besatzungspolitik Israels. Vor 20 Jahren, im Juli 2004, hatten die Richter bereits erklärt, dass die von Israel im Westjordanland errichtete Mauer gegen internationales Recht verstoße und daher abgerissen werden müsse. Israel hielt sich aber nicht daran.

Das heute vorgestellte Gutachten ist unabhängig von dem anderen Verfahren vor dem UN-Gericht. Südafrika hatte 2023 Israel vor den Gerichtshof gebracht und dem Land wegen der Angriffe auf den Gazastreifen Völkermord vorgehalten. Israel bestreitet diese Vorwürfe.

CG
20. Juli 2024 - 14.44

Das einzige was den Staat Israel in die Knie zwingen kann sind Sanktionen auf allen Gebieten wie der Wirtschaft (keine Handelsbeziehungen mehr), der Rüstung (keine Waffenlieferungen) ,dem Sport (Verbot für israelische Sportler an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen), den Finanzen (Blockade der Konten insraelischer Bürger im Ausland) genau wie es mit Russland geschehen ist.

LeCze
19. Juli 2024 - 16.55

Die Juden haben ihre heiligen Gesetze und werden das Urteil nicht anerkennen! Sie werden von Antisemitismus predigen!🕊️🤐