US-Ostküste und in Kanada

29. Juli 2012 12:36; Akt: 29.07.2012 15:59 Print

Zwei gesunkene U-Boote entdecktZwei gesunkene U-Boote entdeckt

Mit dem U-Boot-Krieg im Nordatlantik wollten die Nazis den Nachschub der Alliierten stoppen. Jetzt spürten Taucher ein deutsches U-Boot-Wrack vor der US-Küste auf. Ein weiteres Wrack dürfte auf dem Grund eines Fluss in Kanada liegen.

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Auf dem Bild ist die U-550 zu sehen. (Bild: dpa)

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Fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges haben Taucher vor der US-Ostküste ein gesunkenes deutsches U-Boot entdeckt. Es handele sich um das Boot "U-550", das im April 1944 nach feindlichen Treffern bei einer Seeschlacht vor der Insel Nantucket in Neuengland gesunken sei, berichtete die Zeitung "Boston Globe" in ihrer Online-Ausgabe.

Ein zweites U-Boot aus der NS-Zeit vermuten kanadische Taucher auf dem Grund des Churchill Flusses in der Provinz Neufundland und Labrador. Nach einem Bericht des "Toronto Star" liegt der Fundort des noch nicht genau identifizierten Wracks in der Nähe der Muskrat-Wasserfälle, fast 200 Kilometer von der Atlantikküste entfernt.

Nach dem Wrack sei mehr als 20 Jahre gesucht worden, berichtete der Bergungstaucher Joe Mazraani dem Blatt. "Damit ist ein weiteres Geheimnis des Zweiten Weltkriegs gelöst." Das U-Boot sei noch erstaunlich intakt, berichtete er, ohne allerdings Einzelheiten zu nennen.

Nachschub abschneiden

Die deutsche Marine hatte damals mit ihren U-Booten im Atlantik versucht, den Nachschub für die US-Streitkräfte in Europa abzuschneiden. Dabei wurden zahlreiche US-Schiffe von deutschen Torpedos getroffen und versenkt. Aber auch viele der U-Boote wurden von Wasserbomben getroffen und sanken.

Die Suche nach "U-550" sei besonders schwierig gewesen, da man ein weites Seegebiet abfahren musste, berichtete Mazraani weiter. Das Suchteam sei kurz davor gewesen, aufzugeben. Nach dem Fund sei der Jubel groß gewesen. "Alle sind in die Luft gesprungen. Es war wunderbar".

Den genauen Fundort gab die Crew zunächst nicht bekannt - aus Furcht, dass sich such andere Taucher auf die Suche machen könnten. Auch in welcher Tiefe das Boot liege, wurde zunächst nicht verraten.

(dpa/Tageblatt.lu)