Kleinere SIM-Karten

01. Juni 2012 13:17; Akt: 01.06.2012 13:28 Print

Apple setzt sich mit Nano-SIM durchApple setzt sich mit Nano-SIM durch

Der Weg für kleinere SIM-Karten in künftigen Mobiltelefonen ist nach einem monatelangen Streit zwischen zwei Industriegruppen frei. Das zuständige europäische Gremium ETSI einigte sich auf einen Standard für die um 40 Prozent verkleinerte Nano-SIM.

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Auf SIM-Karten (Subscriber Identity Module) werden vor allem die Zugangsinformationen des Mobilfunk-Anbieters gespeichert. (Bild: dpa)

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Die neue Karte werde kompatibel zu bisherigen SIM-Versionen sein, teilte die ETSI am Freitag mit. Damit hat sich Apple mit seinem Vorschlag gegen einen Entwurf von Nokia, Motorola und des Blackberry-Anbieters RIM durchgesetzt. Sie setzten auf eine ganz neue Form, die an das Design einer MicroSD-Speicherkarte erinnert, während Apple im Prinzip die bisherige SIM-Form mit noch weniger Plastikrand beibehalten will. Im Prinzip ist nur noch der Chip übrig, mit einer ganz dünnen Umrandung.

Eine Entscheidung hatte eigentlich schon bei einem ETSI-Treffen im März fallen sollen, der Streit verhinderte dies jedoch.

Flachere und kompaktere Handys

Auf SIM-Karten (Subscriber Identity Module) werden vor allem die Zugangsinformationen des Mobilfunk-Anbieters gespeichert. In Smartphones kommt schon heute oft eine kleinere Micro-SIM zum Einsatz. Mit einer kleineren Nano-SIM werden Smartphone-Hersteller ihre kommenden Geräte noch flacher und kompakter bauen können. Die genauen Abmessungen der Nano-SIM sind 12,3 zu 8,8 zu 0,67 Millimeter.

Die neue Karte - ETSI spricht offiziell vom «vierten Formfaktor» (4FF) - ist in etwa so lang wie die heutige Micro-SIM breit ist. Das hatte Nokia kritisiert, weil Nutzer sie versehentlich falsch herum in heutige Micro-SIM-Slots reinstecken könnten. Nokia hatte zwischenzeitig auch gedroht, den Vorschlag von Apple zu boykottieren, falls er zum Standard erklärt werden sollte, und die Lizenzen für nötige Patente zu verweigern.

Die ETSI (European Telecommunications Standards Institute) ist die zuständige europäische Standardisierungsorganisation. In ihr stimmen alle Teilnehmer der Branche ab.

(dpa/Tageblatt.lu)

  • Jimbo am 03.06.2012 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ween ass Nokia??

    Nokia kennt dach geschwënn kee méi. Déi hunn den Trend vun de Smartphones total verschlof an si musse lo op Apple klappen, well et am Moment ebe grad cool ass an déi aner dat och sou maachen. An de Benotzer ass mëttlerweil méi gescheit wéi Nokia dat mengt, wann d'Kaart deen ee Wee net funktionéiert, dann eben den aneren Wee.