16. Februar 2017 14:55;Akt: 16.02.2017 15:04

Airbus baut zweites Modul für Orion-Kapsel

WELTRAUM

Wenn 2021 US-Astronauten mit der Orion-Raumkapsel zum Mond fliegen, spielen europäische Bauteile eine unverzichtbare Rolle. Die ESA steuert das Service-Modul bei, das bei Airbus gebaut wird.

Die US-Raumfahrt setzt auch bei ihrer bemannten Orion-Mission auf europäische Hochtechnologie. Der Verteidigungs- und Raumfahrtkonzern Airbus Defence and Space erhielt einen Auftrag über 200 Millionen Euro zum Bau eines zweiten Europäischen Servicemoduls. Der Vertrag wurde am Donnerstag in Bremen von der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) als Auftraggeber und Airbus unterschrieben. Das Servicemodul bildet zusammen mit der Astronautenkapsel ein Raumschiff.

"Wir setzen mit diesem Folgeauftrag unsere Unterstützung für die bahnbrechende Nasa-Mission in die Tiefen des Alls mit hoher Motivation weiter fort", sagte Nicolas Chamussy, Leiter von Space Systems, der Raumfahrtsparte von Airbus Defence and Space.

2021 im Einsatz

Das neue Modul soll 2021 zum Einsatz kommen, wenn eine mit vier Astronauten bemannte Orion-Raumkapsel zum Mond fliegt. Das aus 20 000 Bauteilen und Komponenten bestehende Element versorgt die Kapsel unter anderem mit Treibstoff und Strom und die Astronauten mit Wasser und Sauerstoff. Das Gesamtgewicht liegt bei rund 13 Tonnen.

Integriert ist ein vierflügeliges Solarpaneel mit einer Spannweite von 19 Metern nach der Entfaltung. Die Anlage liefert genug Energie, um zwei Haushalte mit Strom zu versorgen. 8,6 Tonnen Treibstoff des Moduls versorgen ein Haupttriebwerk und 32 kleinere Triebwerke.

Auch das erste Modul (Auftragswert: 390 Millionen Euro) wird derzeit in Bremen gefertigt. Es soll 2018 für eine unbemannte Mond-Mission genutzt werden. Bei den nahezu baugleichen Modulen handelt es sich um einen Zylinder mit einer Höhe und einem Durchmesser von etwa vier Metern. Der ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und robotische Exploration, David Parker, betonte, die Orion sei mit einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen eines der größtes Raumfahrtvehikel.



tageblatt.lu/dpa

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