US-Jet im Test

15. August 2012 10:49; Akt: 15.08.2012 11:01 Print

\"Eine Stunde von London nach New York"

Es hört sich ein wenig wie Science Fiction an: Ein Jet fliegt mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit. Mit einem derartige Waffensystem wäre jeder Punkt der Welt in kürzester Zeit erreichbar.

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US-Militärs testen einen Jet-Fluggerät mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit. Der Hyperschalljet X-51A Waverider (Wellenreiter) soll zumindest wenige Minuten lang eine Geschwindigkeit von rund 7000 Kilometer pro Stunde erreichen. (Bild: dpa)

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US-Militärs testen einen Jet-Fluggerät mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit. Der Hyperschalljet X-51A Waverider (Wellenreiter), der gemeinsam mit der Flugzeughersteller Boeing entwickelt wurde, soll zumindest wenige Minuten lang eine Geschwindigkeit von rund 7000 Kilometer pro Stunde erreichen - damit wäre die Strecke London-New York in rund einer Stunde zurückzulegen.

Wie die "Washington Post" unter Berufung auf einen Militärsprecher berichtete, begann der Test am Dienstag (Ortszeit) auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards Air Force in Kalifornien. Demnach stieg ein B-52 Bomber mit dem Hyperschall-Vehikel unter den Tragflächen auf.

Höchstgeschwindigkeit von Mach 6

Wenig später sollte der Experimentalflieger abgekoppelt werden und selbstständig an Fahrt gewinnen - bis zur Höchstgeschwindigkeit von Mach 6. Der Flug des Minijets - der die Bezeichnung "Wellenreiter" erhalten hat, da er auf den durch seine hohe Geschwindigkeit erzeugten Schockwellen reitet und dadurch noch mehr beschleunigt- sollte nicht länger als 300 Sekunden dauern. Danach sollte er kontrolliert in der Luft zerstört werden. Allerdings lagen zunächst keine Angaben vor, ob der Test gelungen ist. Zwei vorangegangene Tests wurden wegen technischer Probleme vorzeitig abgebrochen.

Die "Scramjet"-Technik könnte blitzschnelle Militärschläge aus der Luft möglich machen – wenn die Entwickler die technischen Probleme lösen. Eine Beförderung von Passagieren ist beim derzeitigen Stand der Technik allerdings eher Zukunftsmusik. Nach einer Beschleunigung soll das Gerät derart schnell fliegen, dass die an seiner Vorderseite eintretende Luft im Inneren des stromlinienförmigen Fluggerätes ganz von alleine extrem stark verdichtet wird. Der in diesem Luftstrom gezündete Treibstoff beschleunigt den Flugkörper dann weiter.

Eine sich selbst beschleunigende Düse

Diese "Scramjet"-Technik arbeitet nach dem seit langer Zeit bekannten Prinzip des Staustrahl-Triebwerkes. Dieses kommt mit viel weniger Teilen aus als herkömmliche Turbinen. Im Grunde handelt es sich um eine sich selbst beschleunigende Düse. Das ältere Modell "X-43" erreichte mit diesem "Scramjet"-Prinzip (supersonic-combustion ramjet) 2004 bereits eine Geschwindigkeit von rund Mach 10 – etwa 11.000 Kilometer pro Stunde.

In den Turbinen eines Verkehrsflugzeuges hingegen sorgen die vorne für jedermann gut sichtbaren Turbinenschaufeln dafür, dass die Luft angesaugt und im Inneren stark verdichtet wird, um den Vortrieb zu erzeugen.

Die X-51 wird von Boeing und der Darpa (Defense Advanced Research Projects Agency) vorangetrieben, der Forschungsabteilung des US-Militärs.

(dpa/Tageblatt.lu)

  • Boing am 16.08.2012 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Deemools also schonn 11000km/h an elo 6000km/h , wou ass dann do d'Evolutioun ???