Tabakkonsum

21. Februar 2012 11:09; Akt: 21.02.2012 11:44 Print

Australien und Bulgarien  bald rauchfreiAustralien und Bulgarien bald rauchfrei

Die australische New South Wales, und Bulgarien verschärfen ihr Rauchverbot. Es ist jetzt quasi unmöglich dort zu rauchen. Luxemburg plant auch strengere Gesetze.

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Immer mehr Länder haben dem blauen Dunst den Krieg erklärt. (Bild: dpa)

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New South Wales, der größte australische Bundesstaat, wo sich unter anderem die Metropole Sydney befindet, verbannt Zigaretten, Zigarren und Pfeifen aus Sportstadien und Schwimmbädern und von Spielplätzen. Auch Bushaltestellen und Taxistände sowie die Zugangsbereiche zu öffentlichen Gebäuden werden rauchfrei, wie die Regionalregierung am Dienstag ankündigte. Restaurants und Cafés mit Tischen im Freien müssen die Aschenbecher im Jahr 2015 abräumen.

Australien hat weltweit einige der strengsten Antirauchergesetze. Jede Form von Reklame ist verboten und in manchen Bundesstaaten darf weder am Strand noch in Privatautos geraucht werden, wenn Kinder dabei sind. Demnächst dürfen Rauchwaren nur noch in neutralen Verpackungen angeboten werden. Dagegen kämpfen die Tabakkonzerne allerdings noch vor Gericht.

Europäische Länder ziehen nach

Aber auch in Europa haben verschiedenen Länder dem blauen Dunst den Krieg erklärt. In den meisten EU-Ländern gibt es schon mehr oder weniger strenge Rauchverbote. In Bulgarien soll von 1. Juni 2012 an jedoch ein totales Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen eingeführt werden. Das beschloss die Regierung des Landes am Mittwoch auf einer Sitzung in der zweitgrößten Stadt Plowdiw.

Zu Beginn der Sommer-Saison 2010 war in dem Land am Schwarzen Meer ein liberales Rauchverbot weiter gelockert worden, um den heimischen Tourismus in der Krise zu unterstützen. Die Bulgaren stehen in puncto Rauchen EU-weit auf Platz zwei nach den Griechen. Sollte das Parlament in Sofia die von der Regierung beschlossene Gesetzesnovelle verabschieden, würde das Balkanland kein Paradies mehr für Raucher sein. Das Qualmen soll demnach nur in geschlossenen Sonderräumen erlaubt sein, etwa auf Flughäfen.

Und in Luxemburg?

In Luxemburg sind im Augenblick die Zigaretten seit 2006 lediglich aus Krankenhäusern, Schulen, öffentlichen Gebäuden und Restaurants verbannt. Der luxemburgische Gesundheitsminister, Mars Di Bartolomeo kündigt jedoch die Verschärfung der Gesetzgebung an. So soll im Laufe dieses Jahres der blaue Dunst ebenfalls aus Cafés und Diskotheken verschwinden.

In der Begründung für diese Maßnahme wird vom Gesundheitsminister betont, dass der Tabakkonsum eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen sei. Besonders das Passivrauchen sei sehr gefährlich. Mehr als 25 Prozent der Todesfälle würden durch Krebs verursacht. Ein Todesfall auf acht würde durch das Rauchen verursacht. Jedes Jahr sterben auf diese Weise zwischen 600 und 800 Menschen. 86 unter ihnen seien Passivraucher, betont das Ministerium. Laut rezenten Gesundheitsstatistiken verlieren 20 Personen, die in ihrem Leben nie geraucht haben, durch sogenannte „Raucherkrankheiten“ ihr Leben. Durch tabakfreie Zonen würde das Lungenkrebs-Risiko um bis zu 71 Prozent reduziert, heißt es auf der Internetseite des Ministeriums.

(dpa/Tageblatt.lu)

Kommentare (10 Kommentare)
  • WERBE VERBOT
    Seit die Werbung von Tabak verboten ist(nicht von potentielle Mordwaffen wie Auto's) darf die "Gesundheits"industrie gegen Menschen hetzen! Ein Rauchverbot in einer völlig vom Verkehr und Industrie vergifteten Umwelt. Sind wir noch normal? Wie lang tolerieren wir noch die Diktatur von ein paar Fanatikern?
    von: Jack Mensch am: 24.02.2012 21:33
  • Krankenkasse vs Rentenkasse
    Und weil wir dann alle länger und gesünder leben, müssen wir das Renteneintrittsalter auf 75 Jahre erheben, damit die Rentenkasse nicht gesprengt werden von all den Leuten die jetzt auf einen Schlag alle 100 Jahre alt werden ... oder vieleicht sollten wir das erst in 50 Jahren machen, da jeder bis dato aktiv oder passiv schon sowieso verseucht ist ...
    von: Milch Mädchen am: 22.02.2012 01:12
  • Tabak komplett verbieten
    Wer nicht hören will, muss fühlen. Keine Rücksichtnahme = kein Tabakverkauf. Die paar Steuern bezahlen wir Nichtraucher (und übrigens auch die Raucher) gerne. Durch alle geteilt ist das gar nicht so viel und wir sparen auf der anderen Seite die ganzen Krankheitskosten und Arbeitsausfälle die Raucher verursachen.
    von: Bernd am: 21.02.2012 15:19
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