Bestimmte Diamanten sind anscheinend sehr viel jünger als bisher gedacht. Sie entstanden im Erdmantel vor gut einer Milliarde Jahren und damit vor verhältnismäßig kurzer Zeit, wie eine Untersuchung von mineralischen Einschlüssen in 26 Exemplaren aus Südafrika ergab.

Die Ergebnisse beeinflussen den Forschern zufolge womöglich auch die Frage, wo man künftig nach Diamanten Ausschau halten soll. Die Forscher aus den Niederlanden, Südafrika und aus Großbritannien präsentieren ihre Ergebnisse im Fachblatt «Nature Communications».

Diamanten entstehen im Erdmantel ab einer Tiefe von mindestens 140 Kilometern, wenn Kohlenstoff bei hohen Temperaturen und unter großem Druck zusammengepresst wird. Sie gelangen meist bei Vulkanausbrüchen an die Erdoberfläche.

Anhand von winzigen Einschlüssen in den Diamanten können Forscher die Entstehungsbedingungen und das Alter der Steine rekonstruieren.

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