Schüler zählen wegen der grossen Zahl ihrer Sozialkontakte zu den Hauptüberträgern von Infektionskrankheiten wie etwa Grippe. Wie weit sich Erreger an einer Schule an einem einzigen Tag verbreiten, veranschaulicht eine amerikanische Studie. Darin statteten Forscher der Pennsylvania State University Schüler, Lehrer und andere Mitarbeiter einer weiterführenden Schule mit Sensoren aus.

Diese Fühler registrierten, wenn sich Person einander auf etwa drei Meter näherten der maximalen Entfernung, über die eine Tröpfcheninfektion noch möglich ist. Resultat: Zwischen den 788 Teilnehmern kam es im Lauf eines Tages zu mehr als 760 000 solchen Kontakten, wie die Forscher in der Zeitschrift “PNAS” schreiben. Aus solchen Daten entwickelte Computermodelle sollen Behörden helfen, den Ausbruch und Verlauf von Infektionskrankheiten besser vorherzusagen.

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