In Luxemburg ist weniger Falschgeld im Umlauf als in den Jahren zuvor. Das geht aus Statistiken der Luxemburger Zentralbank hervor. Besonders oft werden 20- und 50-Euro-Scheine gefälscht, aber auch falsche 100-Euro-Banknoten werden immer wieder aus dem Zahlungsverkehr genommen.

1.131 gefälschte Scheine wurden 2017 beschlagnahmt. 2018 waren es nur 982 und 2019 dürften es noch weniger sein. Innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres seien erst 249 falsche Geldscheine entdeckt worden. Im vergangenen Jahr waren es noch doppelt so viele. Das geht aus einer gemeinsamen Antwort von Finanzminister Pierre Gramegna (DP) und der gegenwärtigen Justizministerin Sam Tanson („déi gréng“) hervor.

Besonders oft werden 50-Euro-Scheine gefälscht: Sie machen rund 60 Prozent des gefundenen Falschgelds aus. Jede fünfte gefälschte Banknote ist ein 20-Euro-Schein. Falsche 100-Euro-Scheine scheinen 2019 weniger oft im Umlauf zu sein als noch 2018. Sie machten im vergangenen Jahr rund 28 Prozent des Falschgelds aus. Im ersten Semester 2019 lag ihr Anteil bei nur 9 Prozent. In diesem Jahr wurden bisher auch noch keine gefälschten Münzen gefunden. 2018 wurden insgesamt 26 gefälschte Münzen gemeldet. Vor allem die 2-Euro-Münze, gefolgt von der 1-Euro-Münze und dem 50-Cent-Stück werden gefälscht.

Die meisten gefälschten Scheine werden von Banken und Werttransportunternehmen entdeckt und aus dem Verkehr gezogen. Nur 11 Prozent werden von Händlern oder der Öffentlichkeit gemeldet. Aktuell liegt Luxemburg beim Thema Falschgeld im Vergleich mit den anderen europäischen Ländern auf Platz 24.

 

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