Hoffnung auf Windows 8

18. Juli 2012 10:32; Akt: 18.07.2012 10:38 Print

Schwache PC-Nachfrage bremst IntelSchwache PC-Nachfrage bremst Intel

Wenn der Chip-Gigant Intel vorsichtig wird, bedeutet das nichts Gutes für die Computerbranche. Das Unternehmen hat seine Wachstumsprognose zurückgeschraubt, hofft aber zum Jahresende auf neue Impulse mit der Einführung von Windows 8.

storybild

Intel-Konzernchef Paul Otellini hofft auf bessere Zeiten. (Bild: dpa)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen

Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel spürt in seinen Geschäftszahlen von Deutschland bis zu den USA eine schwache Nachfrage nach Computern. Wegen der Herausforderungen in der Weltwirtschaft "wird unser Wachstum langsamer sein als wir erwartet hatten", sagte Konzernchef Paul Otellini. Das kalifornische Unternehmen korrigierte daher seine Prognose beim Umsatz für das Gesamtjahr von einer Steigerung im hohen einstelligen Prozentbereich auf ein Wachstum von 3 bis 5 Prozent.

Der Intel-Umsatz im zweiten Quartal stieg im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar (11 Milliarden Euro). Das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - ein Plus von 15 Prozent - verzeichnete der Konzern mit Chips für leistungsstarke Firmenrechner und Speichersysteme für Rechenzentren. Diese werden auch für die zurzeit besonders aktuellen Cloud-Lösungen benötigt, also für die Bereitstellung von IT-Diensten aller Art über das Internet. Der Gewinn von Intel ging angesichts hoher Entwicklungskosten um 4 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zurück.

Hoffen auf Windows 8

"Im Endkonsumentegeschäft war die Nachfrage auch in Deutschland eher schwach", sagte der Intel-Geschäftsführer in München, Christian Lamprechter, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. "Hier hoffen wir aber angesichts der Einführung von Windows 8 auf das dritte und vierte Quartal". Der Start des neuen Microsoft-Betriebssystems habe für Intel eine hohe Relevanz, zumal Windows 8 nicht nur für PCs, sondern auch für mobile Geräte ausgerollt werde.

"Sehr zufrieden" zeigte sich der Manager mit der Nachfrage nach Ultrabooks - das sind besonders kompakt entwickelte Windows-Laptops mit hoher Lauf- und kurzer Startzeit. Allerdings hat diese Gerätekategorie nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner bislang noch kaum einen nennenswerten Einfluss auf die Absatzzahlen der Branche.

Vier von fünf PCs haben Intel

Die Chips von Intel sind für die Branche nach wie vor von überragender Bedeutung. So treiben Intel-Prozessoren vier von fünf PCs an. Schwachpunkt ist jedoch bisher das Geschäft mit den boomenden Tablet-Computern und Smartphones, in denen zumeist ein Prozessor tickt, dass auf der Technologie des britischen Entwicklers ARM beruht. Die steigende Beliebtheit der mobilen Geräte hielt viele Verbraucher zuletzt auch von der Anschaffung eines neuen PCs ab.

Intel hat heftig in stromsparende Chips für die neuen mobilen Geräte investiert, um hier den Anschluss wiederzufinden. Das Jahr 2012 sei entscheidend, um Intel-Prozessoren auch bei Tablet-Computern und Smartphones zu etablieren, sagte Lamprechter. Bei Smartphones sei das zweite Quartal mit der Markteinführung von Android-Geräten unter anderem in China und Indien bereits sehr erfolgreich gewesen. Und aufgrund der Kooperation mit Motorola und Google seien im zweiten Halbjahr weitere Neuheiten zu erwarten. Bei den Tablet-Computern setzt Intel auf die Partnerschaft mit Microsoft und Windows 8.

Anleger nicht überrascht

Die Anleger scheinen von Intels eingetrübten Aussichten für das restliche Jahr nicht sonderlich überrascht worden zu sein. Nachbörslich fiel die Aktie nur leicht. Kürzlich hatte bereits der kleinere Rivale AMD vor einem schwächeren Geschäft gewarnt und sogar einen Umsatzrückgang angekündigt. Dies steht im Einklang mit Informationen der Marktforscher von Gartner zu stagnierenden Auslieferungen neuer PCs.

Intel hatte erst jüngst verkündet, beim niederländischen Branchenausrüster ASML einzusteigen und sich auch an Neuentwicklungen zu beteiligen. Damit würde der Konzern noch mehr Einfluss in der Branche bekommen. Intel gehört zu jenen Halbleiter-Firmen, die ihre Chips noch in eigenen Werken fertigen. Viele Konkurrenten lassen das aus Kostengründen mittlerweile von sogenannten Auftragsfertigern erledigen; AMD lässt seine Prozessoren unter anderem von Globalfoundries in Dresden produzieren.

(dpa/Tageblatt.lu)

  • Pac Man am 18.07.2012 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Windows,....Windows,....? Wat wor Windows scho méi?

Aktien und AnleihenAktien und Anleihen

Aktie Kurs Letz. +/-
AcheronPortfoli Cl A (USD) 1.06 1.05 +0.95%
AcheronPortfoli Cl B (USD) 0.609 0.58 +5.00%
Aperam (EUR) 21.825 22.305 -2.15%
ArcelorMittal (EUR) 10.165 10.09 +0.74%
Brederode (EUR) 29.35 29.27 +0.27%
Dexia cat A (EUR) 0.027 0.027 +0.00%
EspiritoSanFin (EUR) 1.253 1.432 -12.50%
Foyer (EUR) 63.8 62.0 +2.90%
IdBHoldings (EUR) 6.49 6.4 +1.41%
ImmoLux-Airport (EUR) 165.0 165.0 +0.00%
Luxempart (EUR) 31.27 31.49 -0.70%
Quilvest (USD) 94.5 90.0 +5.00%
ReinetInvest (EUR) 16.91 16.91 +0.00%
RTLGroup (EUR) 73.06 71.13 +2.71%
SEO .prvB (EUR) 305.0 288.75 +5.63%
SEO 1/5prvB (EUR) 56.0 60.0 -6.67%
SESG FDR (EUR) 27.715 27.515 +0.73%
Socfinaf (EUR) 13.89 13.7 +1.39%
Socfinasia (EUR) 21.91 21.91 +0.00%
SocFinCaoutchcs (EUR) 30.01 30.2 -0.63%
Anleihe Kurs Letz. +/-
AirFranceKLM 6,75% 27/10/2016 (EUR) 108.513 108.453 +0.06%
Altice 7,25% 15/05/2022 (EUR) 104.965 104.56 +0.39%
ArcelorMittal 4,5% 29/03/2018 (EUR) 111.071 111.037 +0.03%
ArcelorMittalFi 4,625% 07/11/2014 (EUR) 100.032 100.097 -0.06%
BayerLB 1,017% 07/02/2019 (EUR) 92.69 93.006 -0.34%
BayerLB 5,75% 23/10/2017 (EUR) 111.653 111.428 +0.20%
BcDelleMarche 1,117% 01/06/2017 (EUR) 50.23 50.23 +0.00%
BEI 3,875% 15/10/2016 (EUR) 107.585 107.59 -0.00%
BEI 5,125% 30/05/2017 (USD) 111.053 111.068 -0.01%
Belgacom 4,375% 23/11/2016 (EUR) 108.253 108.261 -0.01%
Bertelsmann 4,75% 26/09/2016 (EUR) 108.339 108.312 +0.02%
BkNedGem 4% 15/05/2015 (NOK) 101.29 101.317 -0.03%
BMWFinance 1,5% 05/06/2018 (EUR) 103.756 103.683 +0.07%
BNPParibas 4,875% pp (EUR) 101.27 101.12 +0.15%
BNPParibas 5,875% 04/12/2019 (NZD) 102.495 102.495 +0.00%
BPCE 9,25% pp (EUR) 103.003 102.994 +0.01%
Colombia 8,375% 15/02/2027 (USD) 126.798 127.69 -0.70%
CreditAgricole 5,971% 01/02/2018 (EUR) 115.689 115.785 -0.08%
CreditSuisseAG 5,125% 18/09/2017 (EUR) 113.402 113.39 +0.01%
Danone 5,5% 06/05/2015 (EUR) 102.839 102.852 -0.01%
DongEnergy 6,25% 26/06/3013 (EUR) 115.936 115.64 +0.26%
EDF 5,5% 25/10/2016 (EUR) 110.444 110.454 -0.01%
EfestoEnergy2 6,5% 25/02/2020 (EUR) 100.0 100.0 +0.00%
EFSF 2,625% 02/05/2019 (EUR) 110.691 110.623 +0.06%
EFSF 2,75% 18/07/2016 (EUR) 104.718 104.724 -0.01%
EksportFin 5,5% 26/06/2017 (USD) 108.236 106.293 +1.83%
ElecCaracas 8,5% 10/04/2018 (USD) 57.5 57.1 +0.70%
ENI 3,75% 27/06/2019 (EUR) 114.198 114.108 +0.08%
ENI 5% 28/01/2016 (EUR) 105.889 105.906 -0.02%
EONIntlFinance 5,25% 08/09/2015 (EUR) 104.328 104.366 -0.04%
GazCapital 8,625% 28/04/2034 (USD) 117.1 117.0 +0.09%
GDFSuez 6,875% 24/01/2019 (EUR) 126.312 126.256 +0.04%
GiePsaTresor 6% 19/09/2033 (EUR) 109.59 109.19 +0.37%
HeidelbDruckma 9,25% 15/04/2018 (EUR) 101.028 101.01 +0.02%
HeidelbergFinLu 7,5% 03/04/2020 (EUR) 125.228 125.203 +0.02%
Heineken 4,625% 10/10/2016 (EUR) 108.15 108.161 -0.01%
JPMorgChase&Co 4,375% 12/11/2019 (EUR) 100.335 100.412 -0.08%
Kerling 10,625% 01/02/2017 (EUR) 103.5 103.143 +0.35%
KfWA 4,5% 16/07/2018 (USD) 111.618 111.647 -0.03%
Lafarge 4,75% 23/03/2020 (EUR) 115.365 115.575 -0.18%
Lafarge 6,125% 28/05/2015 (EUR) 103.181 103.193 -0.01%
Lafarge 7,625% 24/11/2016 (EUR) 115.412 115.417 -0.00%
Luxembourg 2,125% 10/07/2023 (EUR) 110.684 110.496 +0.17%
Luxembourg 2,25% 19/03/2028 (EUR) 110.063 109.823 +0.22%
Luxembourg 2,25% 21/03/2022 (EUR) 111.059 110.937 +0.11%
Luxembourg 2,75% 20/08/2043 (EUR) 115.008 114.62 +0.34%
Luxembourg 3,375% 18/05/2020 (EUR) 116.217 116.155 +0.05%
McDonalds 4,25% 10/06/2016 (EUR) 106.42 106.422 -0.00%
MPSCapitalTrust 6,507% pp (EUR) 74.0 74.0 +0.00%
NatlAustraliaBk 5,5% 20/05/2015 (EUR) 103.285 103.301 -0.02%
Nordex 6,375% 12/04/2016 (EUR) 105.375 105.375 +0.00%
Nyrstar 5,375% 11/05/2016 (EUR) 100.31 100.16 +0.15%
Nyrstar 5,5% 09/04/2015 (EUR) 100.561 100.564 -0.00%
Ontario 4,5% 03/02/2015 (USD) 101.219 101.305 -0.08%
Orange 4,75% 21/02/2017 (EUR) 109.833 109.796 +0.03%
Orange 5,625% 22/05/2018 (EUR) 117.342 117.464 -0.10%
PetroVenezuela 5,375% 12/04/2027 (USD) 54.45 54.45 +0.00%
PetroVenezuela 5,5% 12/04/2037 (USD) 45.0 44.75 +0.56%
RussianFed 7,5% 31/03/2030 (USD) 112.465 112.308 +0.14%
RWEFinance 5% 10/02/2015 (EUR) 101.39 101.402 -0.01%
RWEFinance 6,625% 31/01/2019 (EUR) 124.653 124.597 +0.04%
SiemensFinancie 5,25% 14/09/2066 (EUR) 107.54 107.5 +0.04%
Sodexo 6,25% 30/01/2015 (EUR) 101.542 101.557 -0.01%
TelecomItaliaCa 7,2% 18/07/2036 (USD) 108.0 108.5 -0.46%
TelecomItaliaFi 7,75% 24/01/2033 (EUR) 128.544 128.332 +0.17%
Turkey 7,375% 05/02/2025 (USD) 123.288 123.138 +0.12%
UCB 5,75% 10/12/2016 (EUR) 109.676 109.677 -0.00%
UE 2,5% 04/12/2015 (EUR) 102.748 102.753 -0.00%
Venezuela 11,75% 21/10/2026 (USD) 66.95 70.5 -5.04%
VestasWindSyst 4,625% 23/03/2015 (EUR) 101.067 101.073 -0.01%
VWIntlFin 5,125% pp (EUR) 114.072 113.925 +0.13%
ZiggoBondCo 8% 15/05/2018 (EUR) 104.225 104.225 +0.00%