Die Luxemburger Rentenreserve, der „Fonds de compensation“, ist seit Jahren der Stolz des nationalen Rentensystems. Allein mit diesem Geld, ohne irgendwelche zusätzlichen Einnahmen, könnte das Land die Rentenansprüche seiner Bürger während mehr als vier Jahren bedienen.

Das abgelaufene Jahr 2018 war jedoch kein gutes für die Rentenreserve. Erstmals seit seiner Gründung im Jahr 2007 hat der Fonds das Jahr mit einem Verlust abgeschlossen. Die erwirtschaftete Rendite betrug minus 2,3 Prozent – ein Verlust von rund 420 Millionen Euro. Ende November sei das Resultat noch positiv gewesen, ist im Jahresbericht 2018 zu lesen. Mit dem Einbruch der Aktienmärkte im Dezember sei dann das gesamte Jahresresultat negativ geworden.

Gründe, um an der langfristigen Investitionsstrategie des Fonds zu zweifeln, gebe es trotzdem keine, heißt es weiter im Jahresbericht. Immerhin war der Fonds in all den Jahren vorher im Schnitt um 4,5 Prozent pro Jahr gewachsen. Im Vorjahr bedeutete dies ein Plus von 653 Millionen; ein Jahr zuvor war es ein Gewinn von 852 Millionen Euro.

Trotz der negativen Entwicklung der angelegten Gelder während 2018 ist das Volumen des Fonds letztes Jahr leicht gewachsen. Insgesamt 18,97 Milliarden Euro lagen zum Ende des Jahres 2018 in dem Topf. Das sind 90 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Mit den bestehenden Reserven könnten die aktuellen Rentenansprüche während 4,35 Jahren bedient werden. Im Vorjahr reichte die Summe noch, um mehr als 4,5 Jahre zu überbrücken.

4,35 Jahre

Die Summe der Gelder im Rentenfonds ist seit seiner Gründung stetig gewachsen. Im Jahr 2007 investierte der Fonds 6,4 Milliarden; 2014 waren es bereits 14,9 Milliarden Euro. Diese Entwicklung liegt daran, dass derzeit jedes Jahr mehr Geld in die Rentenkasse einbezahlt wird als von ihr ausbezahlt.

Dieser positive Trend soll auch noch, wie im Gutachten der Zentralbank zum Staatshaushalt 2019 nachzulesen ist, bis wenigstens 2022 so weitergehen. Ab Mitte der 2020er Jahre bestehe jedoch das Risiko, dass die allgemeinen Rentenversicherungsbeiträge nicht mehr ausreichen, um die Rentenausgaben zu decken, heißt es dort weiter.

Von den 18,97 Milliarden Euro wurden 18,13 Milliarden vom Fonds und 837 Millionen von der Rentenkasse verwaltet. Die vom Fonds verwalteten Gelder sind aufgeteilt in 16,81 Milliarden im Fonds selbst und 1,32 Milliarden in Form von unter anderem Immobilien, Krediten und Anteilen an der „Société nationale des habitations à bon marché“.

7 Kommentare

  1. Die Reserven der Rentenkasse für meine Rente langen noch für mindestens 500000 Jahre. Kann beruhigt dem Ende entgegen sehen. Leider langt es dann nicht mehr für einen Platz im Seniorenheim, habe aber einen Freund der ist Mitglied eines Schützenvereins in Lüttich, er sagt er könnte aushelfen.

  2. Das abgelaufene Jahr 2018 war jedoch kein gutes für die Rentenreserve. Erstmals seit seiner Gründung im Jahr 2007 hat der Fonds das Jahr mit einem Verlust abgeschlossen. Die erwirtschaftete Rendite betrug minus 2,3 Prozent – ein Verlust von rund 420 Millionen Euro. In der Privatwirtschaft würde man jetzt den Fonds oder Asset Manager wechseln, denn Verluste machen kann jeder….aber es gibt ja auch Leute die Gewinne machen, ohne zu hohe Risiken einzugehen selbstverständlich denn es sind unsere Rentenreserven, die da verwaltet werden!,

  3. Oh jemineh,dann kann eng,wann och minimal-Renten-Upassung ganz einfach an d’Haascht geschriwwen gin!Aanerwärts gin dach …….zech Milliounen einfach op den Mound geschoss!Mâr hun et jo,gell Dir,Mr.Bettel!

  4. Dofir gi jo déi homoöpathesch Zockerperelen, obschon et bewisen ass an éis léif Regierung genau wees, dass se bei absolut néischt hëllefen weider vun der Gesondheetskees, (war e blöden Numm) bezuelt.

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