Der weltgrößte Stahlkonzern bekommt die schwache Nachfrage in den USA und Europa zu spüren. Für das dritte Quartal wies Arcelor einen Verlust von 539 Millionen Dollar aus, nach einem Gewinn von 899 Millionen im Vorjahreszeitraum.

„Wie erwartet sahen wir uns auch im dritten Quartal mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert, das durch niedrige Stahlpreise bei gleichzeitig hohen Rohstoffkosten gekennzeichnet war“, wird Geschäftsführer Lakshmi Mittal in einer Pressemeldung zitiert. „In diesen Märkten konzentrieren wir uns weiterhin auf unsere eigenen Initiativen zur Leistungssteigerung, und unsere Priorität besteht darin, die Kosten zu senken, die Produktion anzupassen.“ Im kommenden Quartal will er zudem die Verschuldung des Konzerns senken.

Aktienkurs legt zu

Im Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit stagnierenden Lieferungen, nachdem bislang noch ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert worden war. Arcelor geht von einer schwachen Stahlnachfrage in den USA aufgrund der schwächelnden Autoindustrie und eines Nachfragerückgangs nach Maschinen aus. In Europa dürfte die Stahlnachfrage noch stärker fallen als ursprünglich befürchtet.

Trotz des Verlustes hat ArcelorMittal mit einem besser als erwartet ausgefallenen Quartal bei den Anlegern gepunktet. Die Aktien kletterten in der Spitze um 8,6 Prozent und lagen damit so hoch wie seit dreieinhalb Monaten nicht mehr. Der Stahlkonzern habe im Kerngeschäft mehr verdient als gedacht trotz eines sehr schwachen Geschäftes in Italien, kommentierten die Analysten von Credit Suisse. Reuters

1 Kommentar

  1. Ab zu warten wie unser Schrotthändler sich aus der ILVA Geschichte abwickeln kann, denn das kann noch teuer werden…die werden ihn ordentlich zu Kasse bitten in Italien.

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